Ferien mit den ÖBB

4. Februar 2010, 17:53
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Die Semesterferien geben wieder Gelegenheit für viele nette Erlebnisse

Die Semesterferien geben wieder Gelegenheit für viele nette Erlebnisse Marke "Ferien mit den ÖBB", diesmal geliefert von Lesern. Erlebnis Nr.1: "Zwei junge Männer um die 20 wandern den Bahnsteig auf und ab, um nach einem rollstuhltauglichen Eingang in den EC159 "Croatia" nach Zagreb zu suchen. Der eine wohlauf zu Fuß, der andere mit stark verkürzten Armen und Beinen und somit im Rollstuhl unterwegs. Als sie dann den Schaffner fragen, wo denn eine solche Rampe zu finden sei, bekommen sie vom Schaffner zu hören: 'Sie dürfen mit diesem Zug nicht fahren. Das ist kein Zug für Behinderte'."

Oder: Eine Familie will mit dem Autoreisezug nach Innsbruck. Wie schon oft. Die Mutter will sich telefonisch vergewissern, ob ihre etwas größere Familienkutsche auch in der oberen Etage gebucht ist. "Ein freundlicher Mann versichert mir: 'Ein XY wird immer für die obere Etage gebucht'. Natürlich war es dann nicht so. Ich komme am 30. 1. um sechs Uhr früh mit vollgepacktem Auto und müden Kindern zum Westbahnhof und werde empfangen mit einem unfreundlichen: 'Sie haben falsch für die untere Etage gebucht, sie foan sicha net mit!'"

In beiden Fällen ging es dann doch, mit Wutanfall, mühsamen Aktionen. Und mit dem Gedanken, dass die ÖBB sich wohl als Finanzspekulationsunternehmen (fast 400 Millionen Verlust zuletzt) mit zufälligem Gleisanschluss verstehen. (Hans Rauscher, DER STANDARD, Printausgabe, 5.2.2010)

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