Neue Dachmarke: Aus DSF wird ab Mitte April Sport1

2. Februar 2010, 14:02
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Constantin Medien AG bündelt das Angebot und will alle Vertriebskanäle bedienen

München - Die Constantin Medien AG führt das Deutsche Sportfernsehen DSF mit ihrem Online-Angebot Sport1.de zusammen und will unter der neuen Dachmarke Sport1 Qualität und Marktanteile steigern. Im Zuge des umfassenden Umbaus des Senders will das Unternehmen sein gesamtes Sportangebot bündeln und neu ausrichten, sagte DSF- und Sport1-Geschäftsführer Zeljko Karajica am Dienstag in München. Vom 11. April an sendet das bisherige DSF unter dem Namen "Sport1 - Das Sport Fernsehen" und will mit mehr Live-Übertragungen und neuen Formaten zusätzliche Zuschauer gewinnen.

Der Name DSF wird dann aus dem Fernsehen und dem Internet verschwinden. Wie viel sich sich die Constantin Medien den Neustart des Sportangebots kosten lassen wird, sagte Karajica nicht. Auch konkrete Zahlen zu den angestrebten Quoten und Marktanteilen wollte der Sender-Geschäftsführer nicht nennen. "Das ist jetzt kein kurzer Ritt, den wir jetzt machen." Er sehe 2010 als Konsolidierungsjahr für den Sender, 2011 solle dann "durchgestartet" werden, sagte Karajica, der seit Mitte vergangenen Jahres im Amt ist.

Alle Vertriebskanäle

Das Angebot müsse auf einen zersplitterten und unübersichtlichen Markt reagieren und künftig alle Vertriebskanäle bedienen. "In diesem Markt müssen wir uns klar positionieren", sagte Karajica. Dies könne am besten mit der neuen Ein-Marken-Strategie funktionieren. Bereits zum Jahresbeginn hat der Sender Erotik-Call-in-Shows am späten Abend eingestellt und unter anderem ein neues Golf-Magazin gestartet.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr will der Sender den Anteil der Live-Berichterstattung um rund 10 Prozent auf dann 1.150 Stunden ausweiten, insgesamt sollen im laufenden Jahr 20 neue Formate an den Start gehen. Die Fernseh- und Onlineredaktionen werden zusammengelegt. Im vergangenen Jahr hatte Constantin angekündigt, im Zuge des Umbaus 42 Arbeitsplätze abzubauen. Die Redaktion ist von diesen Sparmaßnahmen allerdings nicht betroffen, sagte Karajica. (APA/dpa)

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