Zu viel Zuwendung schadet

2. Februar 2010, 10:53
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Partnerschaft braucht gegenseitige Unterstützung, zuviel erdrückt

Düsseldorf - Mit der gegenseitigen Unterstützung sollten es EhepartnerInnen nicht übertreiben. Zu viel Zuwendung kann der Beziehung mehr schaden als nutzen, haben jetzt US-PsychologInnen in einer Studie herausgefunden. Besonders zufrieden sind demnach Paare, bei denen die Männer von ihren Frauen unterstützt werden und die Partnerinnen ebenfalls Unterstützung erhalten, sobald sie darum bitten.

Das richtige Maß

Zu verstehen ist unter der Unterstützung des Partners beispielsweise emotionaler Beistand wie Zuhören oder Mitfühlen, aber auch das Trösten in belastenden Situationen sowie das Erteilen von Ratschlägen. Doch wird es mit der Unterstützung übertrieben, können sich vor allem Frauen oft nicht an die Situation anpassen, sie fühlen sich dann häufig regelrecht "erdrückt" von der Zuwendung des Partners.

Reden, reden, reden

Um dem und auch dem gegenteiligen Fall von zu wenig Unterstützung vorzubeugen, sollten Paare miteinander über ihre Bedürfnisse sprechen. "Oft denken Männer und Frauen, 'Wenn mich mein Partner wirklich kennt und liebt, wird er oder sie bemerken, dass ich aufgewühlt bin und er oder sie wird wissen, wie mir zu helfen ist'. Das ist aber nicht der richtige Weg, eine Ehe zu führen", erklärt Erika Lawrence von der University of Iowa. 'Der Partner sollte kein Gedankenleser sein müssen. Paare sind glücklicher miteinander, wenn sie lernen zu sagen 'So fühle ich mich und so kannst du mir helfen'', erklärt die Expertin. (sid)

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