Schnäppchen aus Supermarkt und Reisebüro

1. Februar 2010, 16:32
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Ob Supermarkt oder Reisebüro, Angebote vergleichen lohnt sich auf jeden Fall. Nicht jedes Schnäppchen ist auch tatsächlich ein solches

Urlauber, die selbst anreisen wollen, finden mittlerweile fast überall entsprechende Angebote. Neben Reisebüros bieten auch Supermarktketten diese Urlaubsform an. ÖAMTC-Touristik hat verschiedene Reiseangebote in Supermärkten und den gängigsten Katalogen der Reisebüros geprüft und kommt zu dem Schluss, dass bei allen Anbietern noch vor der Buchung einige Dinge beachtet werden sollten.

Wer sich zwischen Feinkost- und Waschmittelabteilung gleich noch den Urlaub mit ins Einklaufswagerl legt, muss damit leben, dass es für derart gebuchte Reisen keinerlei Beratung gibt. Im Supermarkt gibt es nur die Prospekte, die Buchung läuft entweder über das Internet oder via Hotline. Die Supermärkte selber sind nicht Veranstalter sondern lediglich die Vermittler.

Anhand eines Preisbeispiels zeigt sich auch, dass das Terminangebot in der Regel sehr eingeschränkt ist. 39 Euro pro Person für fünf Nächte in einem Privatappartement in Kroatien etwa erscheinen als wahres Schnäppchen. Allerdings ist dieses Angebot von Lidl nur an vier Terminen buchbar und zwar Ende März, Anfang April oder Mitte/Ende Oktober. "In der Hauptsaison kostet dasselbe Angebot das vierfache", erklärt ÖAMTC-Touristikerin Silvie Bergant den günstigen Preis. Wer also Reiseschnäppchen beim Discounter sucht, sollte sich nicht auf einen bestimmten Termin oder auf eine bestimmte Region festlegen. Auch sind die Angebote oft nur für einen sehr kurzen Zeitraum gültig.

Im Gegensatz zu den Supermärkten gibt es in Reisebüros auch für Selbstfahrer Beratung zu Planung und Buchung. Auch Zeitraum, Reiseland oder Region können im Reisebüro individuell gewählt werden. Allerdings sind Buchungen dieser Art oft etwas teurer. Bergant empfiehlt, im Reisebüro auf jeden Fall auch gezielt nach alternativen, günstigeren Angeboten zu fragen. "Der Frühbucherbonus hält nicht immer das, was er vorgibt zu sein. Es ist üblich, dass weniger Rabatt als erhofft geboten wird oder dass es gar nur einen Konsumationsgutschein oder eine Touristenermäßigungskarte gibt".

Vor allem bei Kinderermäßigungen gäbe es große Unterschiede und ein Vergleich verschiedener Angebote lohnt sich auf jeden Fall. Bekommt ein 13-jähriges Kind bei Hofer in einem Hotel in Kroatien etwa 25 Prozent Ermäßigung bei einem Gesamtpreis von 139 Euro. Das gleiche Hotel gibt es zur gleichen Zeit bei Terra Reisen für Kinder unter 14 Jahren in Begleitung von zwei Erwachsenen sogar kostenlos. Im Preis von 135 Euro inkludiert sind bei Terra Reisen zudem noch eine Reiserücktrittsversicherung und - bei rechtzeitiger Buchung - ein Frühbucher-Bonus. Noch nicht im Preis enthalten ist jedoch die Buchungsgebühr des Reisebüros.

Worauf gänzlich verzichtet wird, und zwar sowohl bei den Supermarktangeboten als auch in den Reisebüros, sind Informationen zur Eigenanreise. "Um vor allem kostspielige Straßen zu vermeiden, sollten die Autofahrer die örtlichen Straßenverkehrsbestimmungen kennen", so Bergant. Außerdem warnt Bergant vor möglichen Extrakosten. Häufig seien etwa Strandbenützungsgebühren oder Kurtaxe im Preis nicht enthalten.

Reiseschnäppchen aus dem Supermarkt findet man selten im Vorübergehen. Wenn man allerdings ein günstiges Angebot entdeckt hat, sollte man sich schnell entscheiden, denn die Kontingente sind in der Regel klein und die Buchbarkeit ist zeitlich sehr eingeschränkt. Es sollte auch nie darauf vergessen werden, das Kleingedruckte zu lesen, da sich hier immer wieder Zusätze finden, mit denen man nicht einverstanden ist.

Es empfiehlt sich auch, den Prospekt oder Reisekatalog aufzubewahren. Im Falle einer Reklamation kann dieser als nützlicher Nachweis dienen. Und wenn bei Reisen Probleme auftreten, müssen diese dem Reiseveranstalter gemeldet werden. Wir die Reise im Supermarkt gekauft, so ist für Reklamationen der durchführende Veranstalter verantwortlich. Am besten sucht man auch noch den Reiseleiter oder die Vertretung vor Ort auf. (red)

Infos: ÖAMTC

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    Wer sich vorab ausführlich informiert fährt fröhlicher im eigenen Auto in den Urlaub.

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