Ursache für Kellerbrand möglicherweise Brandstiftung

1. Februar 2010, 12:10
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40 Bewohner aus 35 Wohnungen evakuiert - Fünf Personen mussten von Rettung versorgt werden

Wien - Hinter dem massiven Feuer in einem Keller in Wien-Margareten am Sonntagabend könnte Brandstiftung stecken. Laut Feuerwehr hat es in dem Gemeindebau am Margaretengürtel 104 bereits mehrmals gebrannt, erklärte die Polizei am Montag. Ein Spürhund soll nun feststellen, ob Brandbeschleuniger im Spiel war. Die gegen 17.30 Uhr in einem Abteil entstandenen Flammen zerstörten Strom- und Gasleitungen. Rund 40 Bewohner aus 35 Wohnungen mussten evakuiert werden. Fünf Personen wurden wegen Verdachts einer Rauchgasvergiftung von der Rettung behandelt.

Das Abteil brannte beim Eintreffen der Feuerwehr lichterloh, dichter Rauch im Stiegenhaus hatte zahlreiche Menschen im Gebäude eingeschlossen, so die Einsatzkräfte. Aufgrund der Hitze schmolz die Isolierung eines Elektrohauptkabels, in weiterer Folge entstand ein Loch in einer Erdgasleitung. Im Vorhaus entdeckte die Feuerwehr kurz danach ein weiteres daumengroßes Leck und evakuierte die gesamte betroffene Stiege. Explosionsgefahr bestand laut Polizei zu diesem Zeitpunkt nicht mehr.

Knapp drei Stunden lang mussten die Evakuierten, betreut vom Katastrophenzug der Wiener Rettung, vor dem Gemeindebau ausharren. Der Großteil wurde in einem naheliegenden Kaffeehaus versorgt, der Rest in Bussen. Ersatzquartiere waren laut Stadt Wien nicht vonnöten, alle Bewohner kamen bei Verwandten bzw. Freunden unter oder kehrten gegen 20.30 Uhr in ihre Wohnungen zurück. Strom war in den Appartements nicht verfügbar, dieser sollte erst im Laufe des Montags wieder instand gesetzt werden.

Laut Wien Energie mussten nach dem Brand auch Gasleitungen von vier Stiegen aus Sicherheitsgründen vorübergehend gesperrt werden. Dabei kam es zu erheblichen Verzögerungen, da die Sperreinrichtung für die Hauptbetroffene Stiege neun zunächst nicht gefunden wurde: Sie befand sich schlecht gekennzeichnet im Keller der Nachbarstiege zehn. (APA)

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