Sorge um Kofler, Weltcup an Kranjec

1. Februar 2010, 14:22
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Verunglückte Landung bei Probedurchgang in Oberstdorf, Verdacht auf Bruch des Wadenbeins bewahrheitete sich jedoch nicht

Oberstdorf - Dezente Erleichterung in Oberstdorf noch vor Ende des ersten Durchgangs des Skiflug-Weltcups: Laut Diagnose in der Klinik in Immenstadt hat sich der Verdacht auf Wadenbeinbruch bei Andreas Kofler nicht bestätigt. Der Sieger der Vierschanzen-Tournee hat "nur" schwere Prellungen erlitten. Eine Prognose über den nächsten Einsatz des Olympia-Zweiten von Turin 2006 war vorerst nicht möglich. Im Probedurchgang des Skiflug-Einzelbewerbs war Kofler unglücklich gelandet und musste mit dem Hubschrauber abtransportiert werden.

In der Konkurrenz holte der Slowene Robert Kranjec mit einem zweiten Tagesrang die kleine Kristallkugel für den Skiflug-Weltcup gewonnen. Kranjec musste sich nur dem in dieser Saison erstmals siegreichen Norweger Anders Jacobsen (213,5/210 m) geschlagen geben, Dritter wurde mit Johan Remen Evensen ebenfalls ein Norsker. Martin Koch kam als bester ÖSV-Mann auf Platz fünf. Gregor Schlierenzauer wurde Siebenter und landete im Flieger-Weltcup hinter Kranjec auf Platz zwei. Wolfgang Loitzl kam auf Platz zehn.

"Die zwei Norweger und Kranjec sind heute sehr gut gesprungen, die waren heute besser als wir", meinte ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner. Koch habe im zweiten Durchgang sehr gut mithalten können, aber für den Bewerb eine zu lange Anlaufzeit gebraucht. "Bei Gregor waren heute beide Sprünge nicht optimal."

Alles klar für Olympia

Die wichtigste Meldung für Pointner kam freilich aus der Klinik in Immenstadt.  Andreas Kofler konnte Entwarnung geben. "Ich bin in Behandlung, es ist nichts Großartiges, wo man sich Sorgen machen muss." Ein Olympiastart stehe nicht zur Diskussion. "Wir werden gemeinsam entscheiden, wie wir die nächste Zeit angehen werden, aber so weit sieht es ganz gut aus. Ich bin fit!", meinte Kofler in einem ORF-Interview.

Auch Pointner war erleichtert. "Von medizinischer Seite ist Grünes Licht gegeben worden. Es bestünde die Möglichkeit, dass er in Klingenthal und Willingen antreten könnte", erklärte Pointner. In Klingenthal, wohin die ÖSV-Mannschaft am Montag weiterfährt, wird am Dienstag (Qualifikation) und Mittwoch auf jeden Fall Doppel-Olympiasieger Thomas Morgenstern fehlen. Der Kärntner feilt derzeit am Stützpunkt in Villach mit Heinz Kuttin an seiner Olympiaform.(APA/red)

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    Andreas Kofler muss im Akia aus dem Auslauf transportiert werden.

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