Probeforschen mit Potenzial

26. Jänner 2010, 19:40
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850 Schüler absolvierten mit "Generation Innovation" ein Forschungspraktikum

"Die Hemmschwelle zwischen Jugendlichen und Wissenschaft abbauen." Das ist mittlerweile ein breit verfolgtes Ansinnen der Forschungspolitik - und laut Infrastrukturministerin Doris Bures auch das primäre Ziel der Initiative "Generation Innovation". Der Vorsatz ging auf - zumindest für jene knapp 850 Schülerinnen und Schüler, die vergangenen Sommer im Rahmen des Programms ein Praktikum in einer von 230 Firmen und Forschungseinrichtungen absolvierten.

Vorige Woche prämierte die Ministerin 20 Probeforscher, die den besten Report über den Verlauf ihres einmonatigen Praktikums abgeliefert hatten. Von Nanowissenschaft und Molekularbiologie über Weltraumforschung und Gewässerökologie bis hin zu Metallurgie und Medizin reichten die Forschungsbereiche, in denen die Praktikanten an praktischen Freilandversuchen, Tests und Laborexperimenten mitarbeiteten. Laut Ministerium ergab eine Befragung, dass 93 Prozent der potenziellen Nachwuchsforscher sehr zufrieden mit ihrer Tätigkeit waren.

1000 neue Plätze

Im heurigen Sommer sollen 1000 neue Forschungspraktika vergeben werden: Ab sofort können interessierte Unternehmen und Forschungseinrichtungen Praktikumsplätze bei der Forschungsförderungsgesellschaft FFG einreichen, Schüler ab 16 Jahren können ab 8. Februar in der Praktikumsbörse stöbern und sich online für eine Stelle bewerben.

Das Infrastrukturministerium fördert jeden Platz mit 1000 Euro, davon gehen 700 Euro Mindestbruttoentlohnung an die Praktikanten. Auch diesmal sollen verstärkt jungen Frauen angesprochen werden. Im Vorjahr stellten Mädchen ein Drittel der Teilnehmer.

Neben den Forschungspraktika bietet "Generation Innovation" auch ein Mentoringprogramm, um Mädchen bei der Studien- und Berufswahl zu begleiten. Schülerinnen ab 16 Jahren können sich bis Ende Jänner dafür bewerben. Zudem werden innovative Unterrichtsideen mit Forschungsschecks in Höhe von 300 bis 1000 Euro gefördert sowie regionale Bildungsprogramme zur Vernetzung von Schule mit Forschung und Wirtschaft unterstützt. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 27.01.2010)

 

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