Raiffeisen Burgenland hielt Betriebsergebnis konstant

26. Jänner 2010, 15:03
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Generaldirektor Marhold mit Ergebnis zufrieden - Einlagen stiegen um 8,7 Prozent

Eisenstadt - Die Raiffeisen-Bankengruppe hielt im Burgenland im Vorjahr ihre Betriebsergebnis trotz Wirtschaftskrise im Vergleich zu 2008 bei 47 Mio. Euro konstant. Damit sei man etwas weg vom Rekordjahr 2007, das sich - als letztes Jahr mit voller Hochkonjunktur - wohl nicht mehr so schnell wiederholen werde, so RLB Burgenland Generaldirektor Julius Marhold am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt. Mit dem Ergebnis sei man zufrieden, zumal 2008 die Situation noch bis zum Sommer sehr gut gewesen sei und sich erst im vierten Quartal verschlechtert habe. Weitere Details zu den Ergebnissen wurden nicht bekannt gegeben.

Vor einem Jahr habe man bezüglich der möglichen Auswirkungen der Wirtschaftsentwicklung "noch sehr stark in eine Nebelwand geblickt", um die Jahresmitte habe sich die Situation überraschend schnell beruhigt. Im zweiten Halbjahr habe man bereits wieder ein leichtes Wachstum verzeichnen können, so Marhold. Im Burgenland seien die Auswirkungen der Krise "nicht in diesem Ausmaß" wie in anderen Ländern spürbar gewesen, was mit der Zusammensetzung der Wirtschaft zusammenhänge.

Die Bilanzsumme stieg 2009 um ein Prozent auf 6,15 Mrd. Euro. Bei den Eigenmitteln habe man um 20 Mio. auf 400 Mio. Euro zugelegt. Die Eigenmittelausstattung liege damit deutlich über dem Schnitt der österreichischen Baken. Damit sei jede Refinanzierung bei Bankpartnern möglich, so Marhold: "Wir brauchen keine Unterstützung vonseiten der Öffentlichen Hand."

Mehr Kunden

Die Zahl der Raiffeisen-Kunden stieg von 205.000 auf über 211.000 per Ende 2009. Bei den Kundeneinlagen gab es im Vorjahr einen Anstieg um 8,7 Prozent auf 5,3 Mrd. Euro. Bei den Finanzierungen wurde eine "schwarze Null" erzielt, so Marhold. Nachfrage habe es beispielsweise im Bereich Bau und Sanierung gegeben. Während bei Kunden im Burgenland ein Wachstum von fünf Prozent erreicht habe, sei man vor allem im mittel- und osteuropäischen Raum bei Kreditvergaben sehr vorsichtig gewesen.

 

Die Raiffeisen-Bankengruppe hatte im Vorjahr rund 24.000 Fondssparer, das Depotvolumen stieg auf über eine Mrd. Euro. Im Bereich Versicherungen gab es 37.000 Kapitalversicherungen mit einer Vertragssumme von knapp 100 Mio. Euro sowie über 13.000 Unfallversicherungen. Im Leasingbereich existieren 410 Verträge mit einem Volumen von knapp 20 Mio. Euro. Für Betriebe wurde eine Wirtschaftsanleihe im Ausmaß von 50 Mio. Euro mit einer siebenjährigen Laufzeit aufgelegt.

Das Raiffeisen Finanz Center am Sitz der RLB in Eisenstadt ist mittlerweile vom Zubau her fertig, Teile des Unternehmens seien schon in den Neubau übersiedelt, so Marhold. Nun erfolge die Anbindung des Neubaus an den Altbau, dies soll bis zum Herbst abgeschlossen sein.

Die Raiffeisen-Bankengruppe beschäftigte 762 Mitarbeiter, 30 wurden neu aufgenommen. Zu einem Generationenwechsel kam es im Vorstand: Der stellvertretende Generaldirektor Leopold Buchmayer ging Anfang September in den Ruhestand. Zu seinem Nachfolger wurde Rudolf Könighofer ernannt. Neu in den Vorstand kam Friedrich Nikolaus. (APA)

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