"Viel schwierigere Aufgaben gibt es nicht"

25. Jänner 2010, 22:04
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Auf Österreich wartet heute ein Duell mit Kroatiens Stars. Kapitän Szilagyi: "Das ist absolute Routine"

Wien - Nur 24 Stunden nach dem 27:30 gegen Norwegen zum Auftakt der EM-Hauptrunde wartet auf Österreichs Handballer am Dienstag um 18 Uhr in der Wiener Stadthalle mit Kroatien der nächste schwere Brocken. Die Kroaten, mit Regisseur Ivano Balic und Kreisspieler Igor Vori, haben im bisherigen Turnierverlauf dreimal gewonnen und einmal unentschieden gespielt und sind voll auf Kurs Richtung Halbfinale. "Die Achse Balic-Vori ist herausragend, viel schwierigere Aufgaben gibt es nicht", meinte Österreichs Teamchef Dagur Sigurdsson.

"Kroatien, das ist absolute Routine. Die wollen nicht nur Punkte, sondern den Titel holen. Das ist jugoslawische Handball-Schule. Sie können das Tempo variieren wie sie wollen, die können innerhalb von zehn Minuten jeden Gegner zerlegen", erklärte Kapitän Viktor Szilagyi über den zweifachen Olympiasieger, bei dem bei der EM in Österreich die in Kroatien geborene Mirna Jukic als Team-Guide fungiert.

Beim letzten Vorbereitungsturnier auf die EM hatten die Österreicher am 8.1. in Wr. Neustadt mit den Kroaten lange Zeit mitgehalten, am Ende jedoch noch klar 29:38 verloren. "Diesmal müssen wir über 60 Minuten so spielen. Wir werden uns nicht verstecken und mit breiter Brust rausgehen", versprach Szilagyi.

Substanzverlust

Ein großes Thema ist, allerdings natürlich nicht nur bei den Österreichern, der Substanzverlust. Die Partie gegen Kroatien ist für Österreich die fünfte innerhalb von acht Tagen. "Je länger das Turnier dauert, umso mehr werden die Fehler. Aber jammern hilft nichts, und wir sind konditionell so gut wie jede andere Mannschaft", resümierte Sigurdsson. Die steigende Anzahl an technischen, unerzwungenen Fehlern ist in der Zwischenrunde bei allen Partien deutlich zu sehen ist.

Sigurdsson kündigte daher an, wie schon gegen Norwegen auch gegen Kroatien mehr durchzuwechseln. Denn auch Patrick Fölser meinte: "Man merkt jetzt, dass es an die Substanz geht." Die Gründe dafür, dass die Stimmung in Wien gegen Norwegen nicht ganz so gut wie in der Vorrunde in Linz war, suchten die Österreicher vor allem bei sich selbst.

"Ich war sehr glücklich, dass die Halle fast voll war. Wenn wir die wichtigen Tore gemacht hätten, dann hätte die Halle sicher gebrodelt", meinte Sigurdsson. Kroatiens Teamchef Lino Cervar, dessen Team auf die Unterstützung von tausenden Fans zählen wird können, warnte seine Stars vor den Gastgebern: "Es hat mich nicht überrascht, dass Österreich die Hauptrunde erreicht hat. Österreich ist ein gefährlicher Gegner, ich erwarte ein schwieriges Spiel." (APA)

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    Die Kroaten sind noch unbesiegt.

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