Zumtobel steigt ins Lampengeschäft ein

25. Jänner 2010, 14:46
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Neue Ledon-LED-Lampe soll Glühbirnen ablösen - Hohe Wachstumsraten erwartet

Wien - Zumtobel steigt mittels neuartiger LED-Technologie erstmals auch selbst in den Lampenmarkt ein. Der börsenotierte Vorarlberger Leuchtenhersteller will angesichts der schrittweisen Abschaffung der Glühlampe "den Zweiflern an der Energiesparlampe eine LED-Alternative anbieten".

Die Technologie für die neue "Ledon-LED-Retrofit-Lampe" komme aus dem südlichen Burgenland, wo in Jennersdorf energieeffiziente LED-Lichtquellen für die Beleuchtung entwickelt und produziert werden.

Für die LED-Lampen, die ab April im Handel erhältlich sein sollen und bereits jetzt im Internet bestellt werden können, erwartet Zumtobel hohe Wachstumsraten: Im ersten Jahr sollen weltweit 500.000 bis eine Million Lampen verkauft werden, die jährlichen Wachstumsraten werden mit 30 bis 50 Prozent angesetzt.

Energieeffizienz als Treiber

Der Wunsch nach gesteigerter Energieeffizienz wirkt als Treiber für neue Technologien. Die Glühlampe läuft seit September 2009 wegen einer EU-Verordnung schrittweise aus, die Energiesparlampenhersteller wollen ihre Marktanteile übernehmen. Im Jahr 2009 bestand der Lampenmarkt zu drei Vierteln aus klassischen Glühlampen, die Halogenlampe hielt 15 Prozent Marktanteil und die Energiesparlampe 12 Prozent.

Die Vorteile der neu entwickelten Ledon-LED-Lampe sieht Zumtobel neben der besseren Energieeffizienz in der Lichtqualität und im Umweltbereich. Die Lichtausbeute der LED-Lampe liege ebenfalls höher, die Lebensdauer wird mit mindestens 25.000 Stunden (Energiesparlampe: 6.000 bis 15.000 Stunden) angegeben. Während eine Energiesparlampe erst "hochfahren" muss und erst nach 1 bis 5 Minuten 100 Prozent Leistung aufweise, biete die LED-Lampe sofort mit dem Einschalten volles Licht. Das Lichtspektrum werde ganz abgedeckt, dadurch werde LED-Licht subjektiv angenehmer und natürlicher empfunden und die Farben würden besser dargestellt, erklärte der Geschäftsführer von Ledon Lighting Jennersdorf, Stefan Tasch, unter Verweis auf eine Studie des Lichttechnik-Instituts der Pannonischen Universität in Ungarn. Die Ledon Lighting Jennersdorf mit 120 Mitarbeitern ist eine 95-Prozent-Tochter von Zumtobel.

Kein Quecksilber

Die LED-Lampe sei umweltfreundlicher als die bisher erhältlichen Energiesparlampen, weil sie kein Quecksilber enthalte, betonte Tasch, weshalb beim Bruch einer solchen Lampe keine Umweltgefahr bestehe. Die LED-Lampe sollte aber so wie ein Elektro-Kleingerät entsorgt werden, da sie Halbleiter und Aluminium enthalte.

Mit diesen Eigenschaften und der längeren Lebensdauer soll auch der höhere Preis aufgewogen werden: Zwischen 20 und 28 Euro kosten die 5- und 6-Watt-LED-Lampen, die 25- bzw. 40-Watt-Glühbirnen entsprechen. In den nächsten fünf Jahren soll sich der Preis der LED-Lampe an das Niveau der Energiesparlampen angleichen, erwartet Detlef Mikulsky, Geschäftsführer der Ledon Lamp GmbH, einer 100-prozentigen Zumtobel-Tochter. (APA)

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