Blick in den Mikrokosmos

25. Jänner 2010, 12:54
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In einem Mikroskop gibt es eine oder mehrere optische Linsen, durch die sich winzige Partikel um das Zigfache größer sehen lassen. Wer sein Erfinder ist, gilt als wissenschaftshistorische Streitfrage

rage: Wer hat das Mikroskop erfunden?

Antwort: Es existiert die Theorie, dass das Mikroskop bereits Ende des 16. Jahrhunderts in Holland, das damals für seine Glasschleifer bekannt war, erfunden wurde. Angeblich haben es zwei Männer unabhängig voneinander in etwa gleichzeitig entwickelt. An dieser Geschichte zweifelt aber so mancher Historiker. Unter anderem, weil zwei Jahrzehnte später Galileo Galilei das Fernrohr entdeckte, das im Prinzip die gleiche Technik gebraucht. Galilei hat mit anderen Gelehrten jedenfalls den Begriff "Mikroskop" geprägt: "Micros" steht für klein, "scopein" für schauen.


Frage: Warum kann man unter einem Mikroskop so winzig kleine Dinge sehen?

Antwort: Weil man bei einem Mikroskop durch eine oder mehrere kleine, fein geschliffene Vergrößerungslinsen schaut. Genaugenommen ist das bei einem Lichtmikroskop der Fall. Es gibt auch Mikroskope, etwa Elektronen- oder Rastertunnelmikroskope, die mit einer ganz anderen Technik arbeiten.


Frage: Wieso kann man durch eine optische Linse größer oder kleiner sehen?

Antwort: Weil das Glas gewölbt ist und sich das Licht dadurch anders bricht. Der Abstand der Linse zu dem zu betrachtenden Objekt ist dabei sehr wichtig, da jede Linse, je nach Wölbung einen anderen Brennpunkt (oder "Fokus") hat. Das ist der Punkt, wo einfallende Lichtstrahlen durch die Wölbung gebündelt werden.

Die nächste Ö1-Kinderuni am Sonntag um 17.10 Uhr widmet sich dem Thema "Was heißt es, tolerant zu sein? Eine ethische Annäherung." Am Samstag im Standard. (Gudrun Springer, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 24.12.2009)

 

 

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