Junge Literatur in und aus Österreich

25. Jänner 2010, 11:30
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Anthologie-Präsentation und 53. DUM-Ausgabe am 4. März

Krems, Göttweig - "Zeichensetzung. Zeilensprünge. Junge Literatur in Österreich" ist der Titel einer Anthologie, die am 4. März im Unabhängigen Literaturhaus Niederösterreich (ULNÖ) in Krems präsentiert wird. Es lesen Clemens J. Setz, Milena Michiko Flasar, Gerhild Steinbuch sowie Nicoleta Esinencu (Republik Moldau). Vorgestellt wird auch die 53. Ausgabe der Literaturzeitschrift DUM (Das ultimative Magazin).

Junge Biografien

Clemens J. Setz, geboren 1982 in Graz, studiert seit 2001 Mathematik und Germanistik und ist bisher als Obertonsänger, Übersetzer und Gründungsmitglied der Literaturgruppe Plattform hervorgetreten. Seine erste eigenständige Buchveröffentlichung, "Söhne und Planeten" (2007), wurde für den aspekte-Literaturpreis nominiert. 2008 bekam er bei den 32. Tagen der deutschsprachigen Literatur (Bachmann-Preis) den Ernst-Willner-Preis zugesprochen. Sein Roman "Die Frequenzen" wurde für den Deutschen Buchpreis 2009 (Shortlist) nominiert. 2010 erhält Setz den Bremer Literaturpreis.

Milena Michiko Flasar wurde 1980 in St. Pölten geboren, studierte Germanistik und Romanistik, lebt und unterrichtet in Wien. "[Ich bin]", erschienen im Residenzverlag, ist ihre erste Buchveröffentlichung. Im März erscheint "Okaasan - Meine unbekannte Mutter". Gerhild Steinbuch, 1983 in Mödling geboren, wurde 2003 mit dem Retzhofer Literaturpreis ausgezeichnet und gewann den Stückewettbewerb der Schaubühne am Lehniner Platz (Berlin) mit "kopftot". 2005 erhielt sie das Stipendium für Nachwuchsautorinnen der Hermann-Lenz-Stiftung und war für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert. Es folgten weitere Preise und Stipendien, darunter der Reinhard-Priessnitz-Preis des österreichischen Bundeskanzleramts.

Junge Specials

Special guest bei der Lesung ist die Dramatikerin Nicoleta Esinencu aus Moldawien, die im März als Writer in Residence in Krems zu Gast ist. Ihr Theaterstück "Fuck you, Eu.ro.Pa!" löste politische Kontroversen in ihrer Heimat und in Rumänien aus. "Die verbale Brutalität in meinen Texten ist nichts mehr als die Sprache der Gesellschaft, in der ich heute lebe. Ich provoziere den Staat Moldau nicht mehr als er mich", wird Esinecu in der Aussendung des ULNÖ zitiert.

Für das alljährlich vom Literaturhaus organisierte Festival "Literatur und Wien" im Stift Göttweig - diesmal von 16. bis 18. April - hat der Kartenverkauf bereits begonnen. Als Teilnehmer werden u.a. Thomas Glavinic, Kathrin Röggla, Alois Brandstetter, Ferdinand Schmatz, Alois Hotschnig, Christine Nöstlinger und Michael Köhlmeier angekündigt. (APA)

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