2.000 Fotografen demonstrieren in London gegen Polizeidurchsuchungen

26. Jänner 2010, 16:06
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Missbrauch des Anti-Terror-Gesetzes angeprangert

London - Rund 2.000 Fotografen haben am Samstag gegen den Missbrauch des britischen Anti-Terror-Gesetzes durch die Polizei protestiert. "Ich bin ein Fotograf, kein Terrorist", stand auf den Schildern, die etliche von ihnen bei der Demonstration auf dem Trafalgar Square in der Londoner Innenstadt trugen. Unentwegt ließen sie ihre Blitzlichter aufflackern. An Passanten verteilten die Protestteilnehmer Flugblätter mit Hinweisen zu den Rechten bei Polizeidurchsuchungen.

Das im Jahr 2000 verabschiedete Anti-Terror-Gesetz erlaubt es der britischen Polizei, auf der Straße Verdächtige aufzuhalten und zu durchsuchen. Die Fotojournalisten werfen den Beamten jedoch vor, mit Hilfe des Gesetzes ihre Arbeit zu behindern. "Es ist offensichtlich, dass Profi-Fotografen im ganzen Land durchsucht werden, weil sie Fotografen sind", sagte der freie Fotojournalist Marc Vallee, der über die Internet-Netzwerke Facebook und Twitter zu der Demonstration aufgerufen hatte. Nach Angaben von Teilnehmern gingen auch Kollegen aus anderen Ländern mit ihnen auf die Straße. (APA)

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    Als Polizist verkleideter Demonstrant

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