Polizisten wegen Gewalt bei No-Global-Protest in Neapel verurteilt

22. Jänner 2010, 23:01
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Mehr als hundert Verletzte bei Kundgebung im März 2001

Rom - Acht italienische Polizisten und zwei hochrangige Polizeifunktionäre sind am Freitag in Neapel wegen Brutalität gegen Demonstranten bei einem Protest gegen die Globalisierung im März 2001 zu Haftstrafen zwischen sechs Monaten und zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden. Die höchste Strafe wurde gegen zwei Polizeifunktionäre verhängt, denen Personenentführung zur Last gelegt worden war.

Bei Krawallen zwischen Polizei und Demonstranten am Rande eines von der Regierung organisierten Treffens über Globalisierungsthemen waren in Neapel über 100 Personen verletzt worden. Die Demonstrationen der Globalisierungsgegner in Neapel galten als "Generaltest" in Hinblick auf die Kundgebungen am Rande des G8-Gipfels in Genua.

Den Polizisten wurden Gewaltexzesse und Personenentführung vorgeworfen. Sie wurden außerdem beschuldigt, einige Demonstranten, die sie festgenommen hatten, schwer misshandelt zu haben. Die Ermittlungen gegen die Polizisten waren aufgrund der Anzeigen einiger No-Global-Bewegungen eingeleitet worden. Einige Polizisten waren im Sog der Untersuchungen auch festgenommen worden. (APA)

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