Kameras in Öffis

21. Jänner 2010, 19:37
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FP-Antrag in Linz abgelehnt - Strache fordert 250 Millionen für Sicherheit in Wien

Linz/Wien - Kontrolleure der Linz Linien wurden krankenhausreif geprügelt, einem 14-jährigen Fahrgast haben Jugendliche am Wochenende das Jochbein gebrochen.Der Vater des Opfers hat nun 3000 Euro Belohnung für Hinweise auf die Täter ausgesetzt.

VP und Freiheitliche sehen nach diesen Vorfällen die Sicherheit in Bus und Bahn gefährdet. Unisono fordern sie eine Videoüberwachung in allen öffentlichen Verkehrsmitteln. Die FP hat am Donnerstag im Linzer Gemeinderat eine entsprechenden dringlichen Antrag eingebracht, dieser solle eine Resolution an die Linz Linien beschließen, damit die Verkehrsbetriebe so schnell wie möglich vier Maßnahmen umsetzen: "Verstärkte Präsenz von Sicherheitspersonal, flächendeckende Videoüberwachung, Anbindung an ein Notrufnetz (Polizei) für Fahrgäste und bessere Vorbereitung und Schulung der Fahrer und Kontrolleure in Hinblick auf Notwehr, Nothilfe und Erste Hilfe", heißt es im Wortlaut.

Der Antrag fand jedoch nicht die notwendige Mehrheit, SP und Grüne hatten schon vorab angekündigt, dagegenzustimmen. SP-Fraktionschef Klaus Luger sieht keinen Handlungsbedarf. "Ohne die Zwischenfälle bagatellisieren zu wollen, in den Linz Linien passiert wenig." Rund 98 Millionen Fahrgäste gebe es pro Jahr. Die jüngsten Fälle von Gewalt seien die Ausnahme. Eine "flächendeckende Videoüberwachung" halte seine Partei nicht für angebracht, es handle sich dabei um eine überzogene Reaktion.

Dringliche Anfrage an Häupl 

Auch die Wiener Freiheitlichen orten Sicherheitsmängel und wollen nächste Woche im Gemeinderat eine dringliche Anfrage an Bürgermeister Michael Häupl (SP) stellen. Sicherheitssprecher Johann Gudenus will wissen, warum in Linz eine Stadtwache möglich ist, die mit den Stimmen der SP beschlossen wurde.

Wiens FP-Chef Heinz-Christian Strache verlangt für die Bundeshauptstadt 1500 zusätzliche Polizisten, eine Sicherheitswacht, eine Sicherheitshotline und ein Büro für Sofortmaßnahmen. 250 Millionen Euro müsse sich die Stadt diese Maßnahmen kosten lassen. Gudenus hat eine Idee, wem man das Geld wegnehmen könnte: den Integrationsvereinen, denn Integration sei in Wien ohnehin gescheitert. (ker, hei, DER STANDARD - Printausgabe, 22. Jänner 2010)

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