"Grenze des Legalen zum Illegalen ist fließender geworden"

21. Jänner 2010, 18:40
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Walter Geyer, Leiter der Korruptionsstaatsanwaltschaft, ist mit der Causa Scheuch betraut. Im Video-Interview erklärt er, wie die Justiz effektiver gegen Korruption kämpfen könnte

Walter Geyer ist der oberste Korruptions-Bekämpfer des Landes. Seine Behörde ist im Moment auch mit der Causa Scheuch betraut. Zum laufenden Verfahren gibt Geyer keine Auskunft, im Video-Interview mit Hans Rauscher erklärt er jedoch, wie die Justiz den Kampf gegen Korruption effektiver gestalten könnte. Auch die Korruptionsstaatsanwaltschaft, die im Vorjahr gegründet wurde, leide sehr stark an den Einsparungsmaßnahmen im Justiz-Ressort. Man habe beispielsweise nur einen Wirtschaftsexperten zur Verfügung, dessen Beschäftigung auch nur befristet ist. Vor allem bei der Wirtschaftskriminalität komme die Justiz deshalb nur schwer mit, "weil wenig Fachwissen vorhanden ist". Geyer vergleicht seine Behörde mit jener der Schweiz, wo 40 Staatsanwälte und 20 Experten sich der Korruptionsbekämpfung widmen. Trotz der fehlenden Ressourcen will Geyer den Kampf nicht aufgeben. Zumindest drei Jahre lang ist er sicher noch im Amt, dann "muss" er in Pension. (rasch, derStandard.at, 21.1.2010)

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