Doris Uhlichs "mehr als genug"

21. Jänner 2010, 13:49
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Choreografin und Performerin setzt sich mit Schönheitsidealen auseinander - Zusatzvorstellungen am 22. und 25. Jänner im brut

Die Barockzeit mit ihrem Drang zur Fülle bildet den Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit den Themen Fleisch und Opulenz. Doris Uhlich wird zur Talkmasterin: In "mehr als genug" fragt sie sich und ihre Gäste, wie der Körper zum Markenzeichen wird und was das bedeutet.

Die Choreografin und Performerin Doris Uhlich, die im Feuilleton immer wieder als "korpulente Tänzerin" oder "von stabiler weiblicher Figur" bezeichnet wird, setzt sich in ihrer Performance mit Schönheitsidealen und dem Körper, der die Visitenkarte des Performers ist, auseinander. Wie dominant ist das äußere Erscheinungsbild eines Körpers in der Rezeption eines Stücks? Gibt es den perfekten Körper im Tanz? Und letztendlich: Wer ist schön, wer nicht?

In live geführten Telefonaten werden Menschen interviewt, deren Körper nicht der (Schönheits-)Norm entsprechen, aber trotzdem zu Markenzeichen geworden sind. Was ist das für ein seltsames Phänomen unserer Zeit, dass man individuell sein, aber trotzdem nicht aus der Reihe tanzen will?

Aufgrund der großen Nachfrage bietet "brut" nun am 22. und 25. Jänner jeweils um 20 Uhr Zusatzvorstellungen zu Uhlichs Performance. (red)

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Mehr zu Doris Uhlich: "Nicht nur der perfekte Körper zählt"

Variationen über den Körper

brut Wien, Karlsplatz 5, 1010 Wien

  • Uhlich fragt sich, was für ein seltsames Phänomen unserer Zeit das ist, dass man
individuell sein, aber trotzdem nicht aus der Reihe tanzen will?
    foto: andrea salzmann

    Uhlich fragt sich, was für ein seltsames Phänomen unserer Zeit das ist, dass man individuell sein, aber trotzdem nicht aus der Reihe tanzen will?

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