Berlin: Museumserweiterung durch David Libeskind

20. Jänner 2010, 13:41
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Erfolgreiches Jüdisches Museum vergrößert sich, Stararchitekt konnte erneut engagiert werden

Berlin - Das Jüdische Museum in Berlin vergrößert sich, und Stararchitekt Daniel Libeskind hat zugesagt, auch den Erweiterungsbau entwerfen, der unter dem Dach der gegenüberliegenden Blumengroßmarkthalle entstehen soll, bestätigte die Pressesprecherin des Museums, Melanie von Plocki.

Libeskind hatte bereits den 2001 eröffneten Neubau des Museums geplant, das jedes Jahr mehr als 750.000 Menschen anzieht. Weil das Haus an der Kreuzberger Lindenstraße inzwischen aus allen Nähten platzt, will das Museum die Blumengroßmarkthalle auf der anderen Straßenseite umbauen, um Archive, Bibliothek und Bildungseinrichtungen unterzubringen.

Geplant sei, die Halle als Hülle zu erhalten und darunter - als "Haus im Haus" - neue Räume einzurichten, sagte Plocki. Denkbar sei auch, im Hof dazwischen einen "biblischen Garten" anzulegen, der sich an den in der Heiligen Schrift genannten Pflanzenarten orientieren könnte. Dies sei aber bisher, so von Plocki, nur eine Idee.

Die Bauarbeiten sollen im Sommer beginnen, die Eröffnung des neuen Baus ist für den Herbst 2011 geplant. Die Kosten werden auf zehn Millionen Euro veranschlagt. Der Bund hat zugesagt, sechs Millionen Euro zu übernehmen, die restlichen vier Millionen bringt das Museum nach eigenen Angaben über Spenden auf. (APA)

 

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