Langlaufen als unter­schätzter Ausdauersport

20. Jänner 2010, 12:20
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Langlaufen ist Ausdauer- und Ganzkörpertraining - ohne Kondition und Vorbereitung kann der Spaß unfallträchtig enden

Wien - Skilanglauf hat sich in den vergangenen Jahren vom "langweiligen Pensionistensport" zur Ausdauersportart entwickelt, die auch ein jüngeres Publikum anspricht. Die Anstrengungen beim Langlaufen werden jedoch häufig unterschätzt: Ohne entsprechende Kondition und Vorbereitung kann der winterliche Ausdauersport unfallträchtig enden: Im Jahr 2008 verletzten sich rund 1.400 Menschen beim Langlaufen so schwer, dass sie im Spital behandelt werden mussten, teilt das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) mit.

Die Technik macht's

Mit der richtigen Ausrüstung und Technik kann die Unfallwahrscheinlichkeit deutlich reduziert werden. Für beides empfiehlt sich die Beratung durch einen Profi. "Die richtige Bewegungsführung spielt beim Langlaufen eine entscheidende Rolle. Anfänger sollten zunächst mit leichten Strecken ohne größere Steigungen und Abfahrten beginnen und langsam die Schwierigkeit steigern", erklärt Anton Dunzendorfer, Leiter des Bereichs Forschung & Wissensmanagement im KfV. Die richtige Technik will gelernt sein, denn anderenfalls verliert man viel Kraft und schnell den Spaß an der Sache. Anfänger beginnen meist mit der klassischen Technik, dem Diagonalschritt, bei dem Arme und Beine diagonal zueinander bewegt werden und auf jeden Schritt eine Gleitphase folgt. Der Skating-Schritt, bei dem die Füße schräg nach hinten abgestoßen werden, ist technisch anspruchsvoller und daher eher für Fortgeschrittene geeignet.

Anstrengungen werden unterschätzt

Am Anfang sollte man langsam beginnen bis der Körper aufgewärmt ist. "Die Anstrengungen beim Langlaufen werden oft unterschätzt. Da sehr viele Muskelgruppen betätigt werden, sollte auf regelmäßige Pausen sowie eine, der eigenen Kondition entsprechende Belastung unbedingt geachtet werden", rät Dunzendorfer. Bei der Kleidung ist das Zwiebelschalen-Prinzip empfehlenswert, denn schon nach kurzer Zeit kann man leicht ins Schwitzen kommen. Wichtig ist, auf andere Langläufer Rücksicht zu nehmen, nicht die Spur zu blockieren, oder das Anpassen der Geschwindigkeit an Verkehrsaufkommen und Loipenverhältnisse. Nicht vergessen werden darf, dass man auch für den Rückweg Kraft braucht, daher nicht erst umdrehen, wenn man bereits müde ist. (red)

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    Mit der richtigen Ausrüstung und Technik kann die Unfallwahrscheinlichkeit deutlich reduziert werden

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