Marek für mehr Eliten

20. Jänner 2010, 10:49
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Familienstaatssekretärin fordert mehr Begabtenförderung im Regelschulewesen

"Wir brauchen Eliten", war das knappe Statement von Staatsekretärin Christine Marek auf einer Enquete der ÖVP zum Thema Begabtenförderung an Schulen. Anstatt immer neue Schulversuche durchzuführen, solle man bewährte Modelle zur Begabtenförderung anwenden - wie etwa jenes der privaten Sir-Karl-Popper-Schule in Wien. Diese wurde im Regierungsprogramm auch ausdrücklich als Orientierungsmodell genannt. Hintergrund ist die Wirtschaft: Man müsse wettbewerbsfähig bleiben, sagt Marek.

Wiener VP-Bildungssprecherin Katharina Cortolezis-Schlager will dabei auf Individualisierung setzen: "Begabte müssen Möglichkeiten haben, ihren eigenen Bildungsweg individuell zu gestalten." Diese Begabungsförderung dürfe sich jedoch nicht nur auf hochbegabte Schülerinnen und Schüler beschränken. Sie fordert den Ausbau der Schulautonomie und eine Schwerpunktsetzung in der Lehreraus- und -fortbildung.

Das liebe Geld

Wiener Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl (SPÖ) ist in Sachen Begabtenförderung in Wien zufrieden. Zur von der ÖVP geforderten Überführung der Sir Karl Popper Schule ins Regelschulwesen sagte Brandsteidl, "dass dies sehr gut vorstellbar ist, wenn der Bund die hierfür nötige Finanzierung sichert."

Das Modell der Begabtenförderung in Wien:

Raising (Überspringen von Klassen bzw. die Teilnahme am Unterricht höherer Schulstufen),

Enrichment (Begabungsförderung durch vertiefte inhaltliche Auseinandersetzung - Enrichment ist das wichtigste Element der Begabungsförderung) und

Segregation (Kinder mit (Hoch)Begabung absolvieren ihre Schullaufbahn in gesonderten Klassen/Schulen) (red, derStandard.at, 20. Jänner 2010)

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