Jeder Vierte fürchtet um Arbeitsplatz

27. Jänner 2010, 16:45
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Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf das Arbeitsklima

Hamburg - Rund 25 Prozent der Fach- und Führungskräfte beurteilen die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes derzeit als sehr unsicher oder gehen sogar davon aus, dass sie ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie zum Arbeitsmarkt in der Wirtschaftskrise des Instituts für Mittelstandsforschung der Leuphana Universität Lüneburg und der Personalberatung Hanseatisches Personalkontor.

Zwar wird die gesamtwirtschaftliche Lage etwas besser beurteilt als bei der ersten Befragung im April 2009, nach wie vor berichtet aber etwa jeder dritte Arbeitnehmer über eine Verschlechterung des Arbeitsklimas durch die Wirtschaftskrise. Fast jeder zweite der Befragten beklagt außerdem, dass sein Arbeitgeber die Interessen seiner Arbeitnehmer in der Krise zunehmend weniger beachtet.

Innerliche Kündigung

Und das hat Folgen: In Unternehmen, in denen die Interessen der Belegschaft wenig Berücksichtigung finden, geben über 50 Prozent der Befragten an, sie hätten bereits innerlich gekündigt. Professor Albert Martin von der Leuphana Universität Lüneburg sagt dazu: "Die Wirtschaftskrise beeinträchtigt nicht nur die wirtschaftlichen Perspektiven von Unternehmen, sondern ganz erheblich auch die Qualität der Arbeitsbeziehungen."

An der Befragung nahmen über 1.900 Personen teil, 86 Prozent davon mit Matura. Die Teilnehmer kamen aus Unternehmen aller Größenordnungen; dabei waren etwa 45 Prozent bei Unternehmen bis 200 Mitarbeitern, ca. 30 Prozent bei Firmen mit 200 bis 2.000 Mitarbeitern und etwa 25 Prozent der Antwortenden bei Firmen mit mehr als 2.000 Mitarbeitern beschäftigt. (red, derStandard.at)

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