Finnland will auch Herkunft und Religion prüfen

17. Jänner 2010, 11:15
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Flughafenbetreiber: Durchleuchtung aller Reisender zeitlich nicht machbar

Helsinki - Finnland will im Falle der Einführung von so genannten Nacktscannern nur bestimmte Fluggäste, etwa solche aus bestimmten Ländern und Angehörige bestimmter Religionen durchleuchten. Der Sicherheitschef des staatlichen Flughafenbetreibers Finavia, Jyri Vikström, sagte in der gemeinsamen Sonntagsausgabe mehrerer finnischer Tageszeitungen ("Sunnuntaisuomalainen"), eine derartige Profilerstellung sei notwendig, weil aus Zeitgründen nicht alle Reisenden durchleuchtet werden könnten.

Vikström nannte in dem Interview jedoch als das seiner Meinung nach wichtigste Kriterium, ob ein Fluggast gescannt werden soll oder nicht, das Verhalten des jeweiligen Passagiers auf dem Flugplatz. Auch andere EU-Staaten wie Großbritannien hätten bereits ähnliche Überlegungen angestellt.

Der Flugplatz Helsinki-Vantaa verfügt bereits über einen Nacktscanner. Dieser wurde auch bereits klammheimlich im Einsatz getestet. Im Herbst vergangenen Jahres musste der Flughafen den Testbetrieb auf Druck aus Brüssel einstellen. Die Flughafenleitung gab den Testbetrieb erst im Nachhinein der Öffentlichkeit bekannt und betonte, es seien lediglich Freiwillige gescannt worden. (APA)

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