Schlechte Zeiten für die "großen Zehn"

5. April 2003, 13:40
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Tech-Companies starten schwach ins neue Geschäftsjahr

Die Kostenbremse, auf der die Unternehmen bei den IT-Ausgaben stehen, lässt die Geschäftsaussichten der amerikanischen Technologie-Companies für das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres teilweise drastisch in den Keller rasseln. Lediglich Lucent und Ciena dürften, was den Umsatz betrifft, unter den zehn größten Produzenten für Internet-Hard- und Software besser abschneiden als im Quartal zuvor. Alle anderen werden Abstriche hinnehmen müssen, berichtet das Wall Street Journal.

Flaches Umsatzwachstum

Allgemein rechnen Analysten mit einem flachen Umsatzwachstum. Grund dafür sind die gekürzten Ausgaben für Switches, Router und Kabel in einem "Quartal der unsicheren Unternehmens-Profite und des Krieges." Positiv stechen nur Lucent und Ciena heraus und bei beiden heißt dies aber, dass lediglich der Umsatz leicht zulegt, trotzdem noch immer Verluste geschrieben werden. Der Telekom-Ausrüster bleibt einstweilen bei seinem Umsatz-Ziel von 2,5 Mrd. Dollar für sein 2. Quartal, was eine leichte Steigerung gegenüber dem Q1-Ergebnis von 2,4 Mrd. Dollar bedeuten würde. Der Verlust sollte gegenüber dem Vorquartal ganz leicht von elf auf zehn Cent je Aktie zurückgehen. Genaue Ergebnisse wird das Unternehmen Ende April veröffentlichen. Auch Ciena, der zweite "positive Ausreißer", wird sich in seinem zweiten Quartal über eine leichte Zunahme beim Umsatz (von 70,5 auf 73 Mio. Dollar) freuen können, der Verlust dagegen wird von elf auf zwölf Cent je Aktie ansteigen.

Rückgang

Alle anderen Tech-Companies unter den "großen Zehn" werden kleinere Brötchen backen müssen. Cisco Systems, der weltgrößte Produzent von Switches und Routern, muss beim Umsatz wohl einen Rückgang von 4,7 auf 4,6 Mrd. Dollar hinnehmen. Der Gewinn pro Aktie dürfte ebenfalls leicht fallen, allerdings mit 14 gegenüber 15 Cent im Vorquartal noch immer beachtlich sein. Tellabs muss sogar einen Umsatzrückgang von 313 auf 259 Mio. Dollar hinnehmen. Das Unternehmen, das digitale Vermittlungselemente entwickelt, wird auch seinen Verlust von zwei auf sechs Cent ausweiten. Unter den weiteren Unternehmen, die Geschäftsrückgänge hinnehmen müssen, sind nach den Prognosen so prominente Namen wie Juniper Networks, Nortel und Corning. (pte)

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