Behörden haben eine "Idee" über Versteck Mladics

31. Dezember 2009, 12:19
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Laut Arbeitsminister Ljajic will Fahndungsteam seine "maximalen" Anstrengungen um Festnahme des Haager Angeklagten auch 2010 fortsetzen

Belgrad - Die serbischen Behörden haben laut Arbeitsminister Rasim Ljajic eine "Idee" bezüglich des möglichen Verstecks des wegen Genozids angeklagten ehemaligen Militärchefs der bosnischen Serben, Ratko Mladic. "Über diese Idee können wir natürlich nicht reden. Wir haben auch den Plan (zur Festnahme) und Erkenntnisse, die ständig ergänzt werden", sagte Ljajic für die Tageszeitung "Blic" am heutigen Donnerstag.

"Maximale" Anstrengungen

Ljajic stand bis vor kurzem an der Spitze des Fahndungsteams. Er trat am Dienstag zurück, nachdem seine früheren Versprechen bezüglich der Festnahme des Angeklagten des UNO-Kriegsverbrechertribunals noch vor Jahresende nicht verwirklicht wurden. Werden die Sicherheitsdienste ihre Fahndung wie bisher fortsetzen, werde die Festnahme Mladics nicht ausbleiben, ist Ljajic überzeugt. Der Arbeitsminister hat dem Belgrader Blatt gegenüber erklärt, dass das Fahndungsteam auch 2010 "maximale" Anstrengungen zur Festnahme des Haager Angeklagten unternehmen werde.

Nebst Mladic ist weiterhin auch der frühere politische Chef der kroatischen Serben, Goran Hadzic, flüchtig. Sowohl Mladic als auch Hadzic werden in Serbien vermutet. Von serbischen Behörden war in den letzten Jahren wiederholt zu hören, dass man sich nicht sicher sei, ob die Haager Angeklagten tatsächlich in Serbien seien. (APA)

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