Bush wollte Irak-Krieg schon 2001

4. April 2003, 09:39
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Britischer Ex-Botschafter: Blair leistete Überzeugungsarbeit

London - US-Präsident George W. Bush erwog nach Angaben des ehemaligen britischen Botschafters in Washington, Sir Christopher Meyer, schon 2001, militärisch gegen den Irak vorzugehen. Die "Falken" in seiner Regierung hätten ihn bereits kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 dazu gedrängt, den irakischen Präsidenten Saddam Hussein zu stürzen, sagte der Ex-Botschafter nach einem "Times"-Bericht vom Freitag. Doch der britische Premierminister Tony Blair habe Bush dann davon überzeugt, dass er zunächst gegen die afghanische Taliban-Regierung vorgehen müsse.

Bush habe Blair daraufhin zugesagt, sich den Irak "für einen anderen Tag" aufzuheben. Meyer - der seinen Posten in Washington erst kürzlich verlassen hat - sagte auch, die USA und Großbritannien hätten geglaubt, Frankreich werde den Krieg gegen den Irak unterstützen. (APA/dpa)

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