FCG-Eisenbahner halten Entwurf für "unannehmbar"

3. April 2003, 17:45
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Und drohen bei Beschlussfassung in der geplanten Form mit gewerkschaftlichen Maßnahmen

Wien - Der vorliegende Entwurf der ÖVP-FPÖ-Regierung zur Pensionsreform bei den Eisenbahnern sei "gelinde gesagt unannehmbar", erklärte der FCG-Eisenbahnervorsitzende Otto Straßl Donnerstag Nachmittag in einer Aussendung. Sollte dieser Entwurf, der nur Verschlechterungen enthalte, so im Parlament beschlossen werden, sei "mit gewerkschaftlichen Maßnahmen zu rechnen".

Der vorliegende Entwurf berücksichtige in keiner Weise den erhöhten Pensionsbeitrag von 15,05 Prozent der Eisenbahner. Schon gar nicht werde der erschwerte Dienst in vielen Bereichen der Eisenbahn berücksichtigt. "Welche ahnungslosen Dilletanten diesen Gesetzesentwurf hervorbringen ist zu hinterfragen" meinte Straßl.

Eine Harmonisierung aller Pensionsrechte dagegen, über einen längeren Zeitraum sei aus Sicht der FCG-Eisenbahner gerechtfertigt. Dabei müssten aber beruflich bedingte Umstände (z.B. Nachtdienst) berücksichtigt werden. Die Einführung der 38-Stunden-Woche für ÖBB-Bedienstete sowie die Einführung einer Abfertigung für alle Eisenbahner sei "ab sofort eine berechtigte Forderung der Eisenbahner". (APA)

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