Japanischer Fiskus knabbert Telekom-Gewinne an

3. April 2003, 16:32
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NTT und NTT DoCoMo müssen Prognosen zurücknehmen

Ein neues Steuergesetz sorgt bei den japanischen Telekoms für erhebliche Abstriche bei den Gewinnen. Sowohl der größte Telekombetreiber des Landes, die Nippon Telegraph and Telephone Corp. (NTT), als auch seine Mobilfunktochter NTT DoCoMo haben am Donnerstag Rückgänge bei den erwarteten Gewinnen für das Geschäftsjahr 2002 verlautbaren müssen. Demnach wird sich bei NTT der Nettogewinn um 56 Mrd. Yen (438 Mio. Euro) und bei NTT DoCoMo um 27 Mrd. Yen (211 Mio. Euro) reduzieren.

Die Einschnitte in die Bilanzen gehen auf das "Local Taxes Amendment Law" zurück, durch das die so genannten latenten Steueransprüche reduziert wurden. Die Neuberechnung der Gewinne basiere, teilten beide Konzerne gleichlautend mit, auf den Ergebnissen des ersten Halbjahres. Die Berechnungen für das gesamte Geschäftsjahr, das am 31. März geendet hat, seien noch im Laufen und könnten dadurch noch andere Größenordnungen ergeben.

NTT war im ersten Halbjahr in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt und hatte einen Nettogewinn von 33,2 Mrd. Yen (259 Mio. Euro) eingefahren. Für das Gesamtjahr war damals ein Nettogewinn von 205 Mrd. Yen (1,6 Mrd. Euro) in Aussicht gestellt worden. (pte)

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