"Quick" weiß zu begeistern

3. April 2003, 12:21
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Euro verhalf elektronischer Geldbörse zu enormen Zuwachsraten - Jetzt auch beim Online-Shopping möglich

Wien - Die Euro-Bargeldeinführung verhalf der elektronischen Geldbörse "Quick" im vergangenen Jahr zu enormen Zuwachsraten. Das Zahlungsvolumen hat sich 2002 gegenüber 2001 von 28,5 Mio. Euro auf 132,5 Mio. Euro mehr als vervierfacht, die Zahl der Transaktionen stieg von 5,1 Millionen auf 17,2 Millionen. Die Europay Austria, die für die "Quick"-Abwicklung zuständig ist, rechnet mit einer weiteren Entwicklung auf hohem Niveau, so die beiden Geschäftsführer Ewald Judt und Peter Trcka am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

Für heuer werden rund 25 Mio. Zahlungstransaktionen erwartet. Die durchschnittliche Zahlungssumme lag im Vorjahr bei 9 Euro pro Transaktion, dürfte sich aber nach Einschätzung der Europay verringern. Die "Quick"-Funktion befindet sich auf insgesamt mehr als 5,3 Mio. Chipkarten. Maximal aufgeladen werden können 400 Euro. Einsetzen kann man die elektronische Geldbörse an mehr als 75.400 Terminals in ganz Österreich, darunter mehr als 2.000 Parkscheinautomaten in 72 Städten und Gemeinden, mehr als 760 Fahrscheinautomaten, rund 400 Zigarettenautomaten und knapp 2.600 Getränkeautomaten. Aufgetankt werden kann österreichweit an rund 5.800 Terminals, davon an rund 2.700 Bankomaten.

Online-Shopping

Auch beim Online-Shopping kann "Quick" mittlerweile eingesetzt werden. So genannte Micro-Payments, beispielsweise bei Software Downloads, Online-Zeitungen, Klingeltönen für Mobiltelefone oder Online-Spenden werden mittels Chipkarte online und "vollkommen sicher" durchgeführt, betonen die Europay-Geschäftsführer. Voraussetzung ist allerdings neben einem Internet-Zugang und einer "Quick"-Karte ein PC mit Chipkartenleser. Die erforderliche Gratissoftware werde beim ersten Besuch im Testshop automatische installiert. Der E-Commerce-Händler benötige keine eigene Hard- bzw. Softwarelösung und könne über die gehostete Variante von "@Quick" den Service anbieten.

Bezahlt werden kann derzeit mit der elektronischen Geldbörse nur in Österreich, die einzelnen Systeme sind in Europa nicht kompatibel. Judt hofft, dass mit der übernächsten Generation von Maestro(Bankomat)-Karten ab dem Jahr 2007 auch grenzüberschreitende Zahlungen möglich sein werden. Für die nächste Kartengeneration, die ab Mitte 2004 in Umlauf gebracht wird, ist dies noch nicht der Fall. Ausgestattet sein werden die neuen Karten allerdings mit einer Möglichkeit zur elektronischen Signatur. Um diese Funktion zu aktivieren werde dann kurzer Zertifizierungsvorgang nötig sein.(APA)

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