Triest: Menschenhändlerring mit Österreich-Verbindung aufgedeckt

3. April 2003, 12:11
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Tausende asiatische Immigranten von Osteuropa nach Rom geschleust

Rom/Triest - Die Polizei in Triest hat einen internationalen Menschenhändlerring zerschlagen, der über Tarvis und den Brenner mindestens 8.000 Immigranten aus Pakistan, Sri Lanka und Bangladesch nach Italien geschleust hat. Wie die Polizei berichtete, landeten die Immigranten per Flugzeug in verschiedenen osteuropäischen Städten. Von dort aus wurden sie meist per Bus über Österreich und Slowenien nach Italien gebracht.

Routen wecheln oft

Die Triestiner Polizei nahm zehn Pakistanis und Bangladeschi fest, denen Schlepperei vorgeworfen wird. Eine weitere Personen wurde in Deutschland gestellt, vier weitere sind gesucht. Der Menschenschmuggel lief laut den Behörden seit dem Jahr 2000.

Die Ermittlungen werden seit anderthalb Jahren unter großen Schwierigkeiten wegen sprachlicher Probleme und der Vielschichtigkeit der Organisation geführt, die die "Routen" der Immigranten oft wechselte und Verbündete in mehreren osteuropäischen Ländern (Russland, Ukraine, Ungarn, Tschechische Republik, Slowakien, Kroatien, Slowenien und Österreich) hatten.

5.000 Euro Schlepperkosten

Die meisten Immigranten tauchten in Rom unter. Sie wurden als Haushaltshilfen in Rom oder in Landwirtschaftsbetrieben eingesetzt, viele arbeiten auch als Straßenhändler. Die Organisationen hatte in Rom ein logistisches und finanzielles Zentrum zur "Verwaltung" des Schleuserbetriebs aufgebaut. Die Immigranten mussten bis zu 5.000 Euro für die Reise nach Italien zahlen. (APA)

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