"femme totale" eröffnet mit "Afghanistan Unveiled"

2. April 2003, 19:15
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Internationales Filmfestival in Dortmund will Dokumentarfilm afghanischer Kamerafrauen ins Ausland verkaufen

Dortmund - Der nach Veranstalterangaben erste Dokumentarfilm afghanischer Kamerafrauen steht im Mittelpunkt des 9. internationalen Filmfestivals "femme totale" in Dortmund. Die Produzentinnen hätten im Sommer 2002 - sieben Monate nach dem Sturz des Taliban-Regimes - das Land bereist und für den Film "Afghanistan Unveiled" verschiedene Frauen porträtiert, berichteten die VeranstalterInnen am Mittwoch in Dortmund. Eröffnet werden sollte das fünftägige Festival am Mittwoch mit dem Film "Home" der Regisseurin Adrijana Stojkovic (Belgrad).

Ziel sei es, "Afghanistan Unveiled" ins Ausland zu verkaufen und von dem Erlös eine Produktionsfirma in dem Land am Hindukusch zu gründen, sagte die Regisseurin des Films, Brigitte Brault (Frankreich). Weitere Dokumentarfilme über Frauen seien geplant. "Es war nicht einfach, nach dem Ende des Taliban-Regimes als Frau mit einer Kamera in der Hand durch die Straßen zu laufen", sagte Kamerafrau Mehria Aziz. Erstmals sei es den Frauen erlaubt gewesen, ohne einen Verwandten die Hauptstadt Kabul zu verlassen.

Insgesamt zeigt das Festival mit dem Thema "No Place Like Home" 113 Filme und Videos. Geplant sei die Deutschland-Premiere von Mira Nairs "Hysterical Blindness" mit Uma Thurman, Gena Rowlands und Juliette Lewis. An diesem Samstag soll der mit 5000 Euro dotierte "femme totale Kamerapreis" an eine Nachwuchs-Kamerafrau aus Deutschland verliehen werden. (APA/dpa)

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