Heimischer Mobilfunk-Markt wächst weiter

2. April 2003, 18:13
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Mobilkom und tele.ring als Gewinner

Der heiß umkämpfte Mobilfunk-Markt in Österreich ist im Jahr 2002 weiter gewachsen. mobilkom austria und tele.ring konnten die Zahl ihrer Kunden steigern, die Penetrationsrate in Österreich erreichte 83,3 Prozent. mobilkom-Chef Boris Nemsic, der am Mittwoch in Wien die Jahreszahlen der mobilkom austria group vorstellte, sieht "so komisch das auch klingt" langfristig sogar eine Penetrationsrate von über 100 Prozent: "Die Telematik steht erst am Anfang." Von den zum Jahresende 2002 knapp über drei Mio. ausgegebenen mobilkom-SIM-Karten sind erst etwa 20.000 in Maestro-Terminals, Telematik-Geräten oder anderen Automaten eingebaut.

Mobilkom und tele.ring als Gewinner

Die Gewinner des vergangenen Jahres sind Marktführer mobilkom austria und der kleinste Anbieter tele.ring. Trotz der Ende Februar 2002 erfolgten Abschaltung des D-Netzes konnte der Ex-Monopolist erstmals in der Unternehmensgeschichte eine Steigerung des Marktanteiles vermelden. Die Kundenzahl wurde netto um 152.000 Kunden auf 3,001 Mio. erhöht. tele.ring konnte nicht nur seinen Mobilfunk-Kundenstamm um gut 25 Prozent von 273.000 auf 342.000 erhöhen, sondern verzeichnete vor allem im Postpaid-Bereich ein Wachstum von 40 Prozent. Dies dürfte auf die aggressive Preispolitik seit dem Weihnachtsgeschäft zurückzuführen sein und beschert dem Diskonter den höchsten Postpaid-Kundenanteil der Branche.

Bene: Umsatz und EBITDA

Während alle vier Anbieter Umsatz und EBITDA verbessern konnten, musste T-Mobile einen leichten Rückgang der Kundenzahl von 2,1 Mio. (Ende 2001) auf "über zwei Mio." (Ende 2002) hinnehmen. Auch bei One hat sich die Zahl der Mobilfunkkunden von 1,35 Mio. auf 1,34 Mio. seitwärts entwickelt. Aus den von den Unternehmen angeführten Zahlen lässt sich ein Marktanteil, gemessen an der Kundenzahl, von 44,9 Prozent für mobilkom austria, 29,93 Prozent für T-Mobile, 20,05 Prozent für One und 5,12 Prozent für tele.ring errechnen. Aufgrund unterschiedlicher Berechnungsweisen der Kundenzahlen sind diese Werte aber nicht exakt. So gibt sich mobilkom austria selbst 44,4 Prozent, während etwa T-Mobile für den Konkurrenten tele.ring sechs Prozent ausweist. (pte)

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