Österreicher wollen 2010 mehr ausgeben

30. Dezember 2009, 11:51
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Die Österreicher haben die Angst vor der Krise offenbar überwunden, lockerer sitzt die Geldbörse vor allem bei Urlaub, Autos und in Sachen Wohnen

Wien - Die Österreicher haben die Angst vor der Krise offenbar überwunden und wollen 2010 wieder deutlich mehr ausgeben. Der Einsparungswille "ist wesentlich schwächer ausgeprägt als noch vor einem Jahr", geht aus der jüngst veröffentlichten Generali-Geldstudie hervor.

Fast jeder fünfte Österreicher (18 Prozent) will sich 2010 einen teureren Urlaub leisten, während sich im Vorjahr noch ein Viertel der befragten Personen bei den Urlaubskosten einbremsen wollte. Hoch im Kurs stehen Investitionen fürs Wohnen. 15 Prozent planen zum Start des neuen Jahrzehnts höhere Anschaffungen für die eigenen vier Wände. Sehr wichtig ist den Österreichern auch eine profunde Aus- und Weiterbildung. Ebenfalls 15 Prozent wollen für eine bessere Qualifikation tiefer in die eigene Tasche greifen.

Beim Autofahren wird wieder weniger gespart. Wollten im Vorjahr noch 21 Prozent ihre Ausgaben für das Auto senken, so sind es für 2010 nur noch 10 Prozent. Auch für Mode und Bekleidung sitzt das "Geldbörserl" wieder deutlich lockerer, denn hier nahm der Sparwille von 22 Prozent auf 11 Prozent der Befragten ab.

89 Prozent der Österreicher planen 2010 für ihre Altersvorsorge gleich viel auszugeben wie im Vorjahr. 87 Prozent der Befragten wollen für ihre Pflegevorsorge und 86 Prozent für die private Gesundheitsvorsorge unverändert viel investieren.

Einige in Geldangelegenheiten

Herr und Frau Österreicher sind sich in finanziellen Angelegenheiten weitestgehend einig. Nur beim Auto und bei den Hobbys treten stärkere geschlechtsspezifische Unterschiede zutage. Für sein "Lieblingsspielzeug" Auto will "Mann" sich um 10 Prozent höhere Ausgaben leisten, während Frauen nur zu 6 Prozent damit einverstanden sind. Ähnliches gilt für Hobbys: Männer wollen 2010 für die Freizeitgestaltung um 13 Prozent mehr auf den Tisch legen, während dies nur 9 Prozent der Frauen vorhaben.

Jugendliche gehen grundsätzlich großzügiger mit ihrem Geld um. Ein Viertel der befragten Personen in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen wollen für den Urlaub mehr Geld ausgeben (Gesamtbevölkerung: 18 Prozent). Fürs Autofahren stocken mit 15 Prozent - im Vergleich zur Gesamtbevölkerung - sogar fast doppelt so viele junge Österreicher ihr Budget auf. Genauso verhält es sich mit Bekleidung.

Andererseits ist den jungen Menschen auch die Wichtigkeit des Sparens für später sehr stark bewusst. Wollen nur 13 Prozent der Gesamtbevölkerung mehr Geld auf die Seite legen, so sind es bei den 18- bis 29-Jährigen mit 26 Prozent mehr als doppelt so viele. (APA)

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    Fast jeder fünfte Österreicher will sich 2010 einen teureren Urlaub leisten - sparen ließe sich da gegebenenfalls ja noch bei der Kleidung.

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