Der Promi-Einlader (ohne Gewähr)

29. Dezember 2009, 18:49
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Es war nur eine Frage der Zeit, bis jemand den "Einladungsservice" erfand

Natürlich kann man auch recherchieren, wo sich Toni Polster herumtreibt, ihm auflauern, ihm eine Einladung in die Hand drücken - und hoffen. Schließlich garantiert die Präsenz des Alt-Bombers fast schon Präsenz in Adabei-Medien - und die braucht, wer sein Produkt über Events promotet, unbedingt. Bloß: Ein Promi macht noch keinen VIP-Event - und Alfons Haider, Mirjam Weichselbraun & Co stehen nicht im Telefonbuch.

Doch PR-Agenten sitzen auf Bergen von VIP-Kontakten. Darum war es nur eine Frage der Zeit, bis jemand den "Einladungsservice" erfand: Für 25 Euro (exkl. MwSt., pro Kopf) leitet Josef Schartner nämlich Gast-Anfragen weiter - ohne die Promi-Adressen aus der Hand zu geben, versteht sich.

Auch für das Kommen der Wichtigkeiten, betont der langjährige Event-PR-Mann, gibt er keine Garantie: "Ich verschicke lediglich die Einladungen an jene Namen weiter, die der Kunde auf celebrityprovider.com anklickt." Und auch wenn das mancher Kunde und mancher VIP hin und wieder "anmerkt: Wir sind keine Promi-Mietagentur." Grosso modo kämen die heimischen Promis aber ohnehin gern, "weil sie sich so ja selbst promoten - egal, was sie verkaufen oder darstellen".

Dass manche Außenstehenden da die Stirn runzeln, versteht Schartner zwar. Aber: "Die Nachfrage ist einfach da." (rott, DER STANDARD Printausgabe, 30.12.2009)

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