Strafe gegen Ivorer von 30 auf 16 Jahren reduziert

22. Dezember 2009, 20:22
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Strafmildernden Umständen berücksichtigt

Rom - Wegen der Ermordung einer britischen Austauschstudentin in Italien ist am Dienstag ein 21-jähriger Mann aus der Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) in Perugia in zweiter Instanz zu 16 Jahren Haft verurteilt worden. Erstinstanzlich war er zur Höchststrafe von 30 Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter in Perugia berücksichtigten bei dem Angeklagten eine Reihe von strafmildernden Umständen.

"Ich bin nicht zufrieden, weil ich unschuldig bin", kommentierte der Angeklagte Rudy G., der sich seit seiner Festnahme vor zwei Jahren in Untersuchungshaft befindet. Bis zuletzt hatte der junge Mann vor den Berufungsrichtern in Perugia versichert, dass er die Britin Meredith Kercher weder getötet noch vergewaltigt habe.

Die 22-jährige Britin war am 1. November 2007 in einer Wohnung ermordet worden, die sie gemeinsam mit der US-Studentin Amanda Knox und zwei Italienerinnen in der Universitätsstadt Perugia bewohnte. Der ivorische Einwanderer war nach dem Mord aus Italien geflohen, Tage später in Deutschland festgenommen und später nach Italien ausgewiesen worden. Ihm, Amanda Knox und deren italienischem Freund Raffaele Sollecito wird zur Last gelegt, die junge Frau umgebracht zu haben, nachdem sie sich geweigert hatte, an Sexspielen teilzunehmen. Knox war vor zwei Wochen zu 26 Jahren Haft, Sollecito zu 25 Jahren verurteilt worden. (APA)

 

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