Gewinn sprudelt reichlich

18. Dezember 2009, 11:54
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Energieversorger EVN steigert seine Erlöse um 13,8 Prozent auf 2,73 Milliarden Euro - Von Christian Scheid

Beim Blick auf die Geschäftszahlen von einigen wenigen Firmen möchte man nicht glauben, dass wir noch vor Kurzem in der tiefsten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg steckten. Zum Beispiel EVN: Der Energieversorger hat seine Erlöse 2008/09 (per Ende September) um 13,8 Prozent auf 2,73 Mrd. Euro gesteigert. Das Plus geht in erster Linie auf die bereits in den Vorperioden stark gestiegenen Energiebeschaffungskosten notwendig gewordenen Preisanpassungen für Strom, Gas und Wärme zurück.

Auch die Expansion ins - vor allem osteuropäische - Ausland schreitet voran: 38,4 Prozent der Erlöse hat EVN jenseits der Grenzen erwirtschaftet. Wegen des erhöhten Aufwands für Fremdstrom, den der Konzern aus Gründen der Versorgungssicherheit bezieht, lag das operative Ergebnis nur um 3,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Unterm Strich fiel der Gewinn wegen des geschrumpften Finanzergebnisses sogar um 4,8 Prozent. Trotz des leichten Rückgangs sind die Zahlen als Erfolg zu werten, was sich auch in einer zum Vorjahr unveränderten Dividende widerspiegelt.
Die Perspektiven stimmen: In der Periode 2009/10 will EVN den Umsatz leicht steigern und das operative Ergebnis stabil halten.

Sollte sich die Konjunktur stark erholen, sind sicher positive Überraschungen drin. Gleiches gilt für den Aktienkurs, der unserer Meinung nach während der vergangenen zwölf Monate zu Unrecht unter Druck kam. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der von Analysten für 2010 geschätzten Gewinne von nicht einmal elf ist der Titel im Branchenvergleich unter Berücksichtigung des Wachstums nicht übermäßig hoch bewertet. Mit einem „offensiven" Discount-Zertifikat- also ein Papier, bei dem der Cap oberhalb des aktuellen Basiswertkurses angesiedelt ist - können Anleger auf ein Szenario steigender Kurse setzen. Geeignet dafür ist etwa ein Discounter von der Deutschen Bank (ISIN DE000DB5NKH9) mit Cap bei 14,00 Euro. Um den Maximalertrag von 15,9 Prozent bzw. 33,4 Prozent p.a. zu erzielen, muss das Underlying bis zum Laufzeitende im Juni 2010 nur um acht Prozent steigen. (Von Christian Scheid)

 

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