Uni-Rat an Medizin-Uni Innsbruck verdiente im Schnitt fast 30.000 Euro

15. Dezember 2009, 14:47
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2008 einsam an der Spitze - Rektorat an Donau-Uni kostete Steuerzahler 2007 mehr als Bundeskanzler

Wien - Die Uni-Räte an der Medizin-Uni Innsbruck ließen sich ihre Tätigkeit im Jahr 2008 im Schnitt mit je 29.500 Euro vergüten. Damit liegen sie laut Einkommensbericht des Rechnungshofs (RH) im Uni-Bereich unangefochten auf Platz eins. Im Schnitt wendeten die Universitäten 8.700 Euro pro Uni-Rat auf - am wenigsten kassierten die Räte an der Technischen Universität (TU) Wien mit durchschnittlich je 2.400 Euro. Am zweitlukrativsten war die Rats-Tätigkeit an der Musik-Uni Wien. Dort erhielten die Mitglieder 2008 im Schnitt 17.100 Euro für ihre Tätigkeit, auf Platz drei liegt die Medizin-Uni Wien (MUW) mit je 15.300 Euro. Immerhin konnte die MUW ihre Aufwendungen für die Räte gegenüber dem Jahr 2007 aber halbieren, während sich die Kollegen in Innsbruck gegenüber 2007 das Doppelte gönnten.

Schnitt steigt an

Zum Vergleich die Kosten der großen Unis: Die Räte an der Uni Wien kassierten im Schnitt 7.700 Euro, an der Wirtschaftsuni (WU) je 4.100 Euro und an der Uni Graz je 5.100 Euro. Insgesamt sind die Kosten für die Uni-Räte in den vergangenen Jahren gestiegen: Verdienten sie 2004 im Schnitt noch je 6.800 Euro, waren es 2007 bereits 7.300 Euro und 2008 8.700 Euro.

Bei den Uni-Chefs verdienten die sechs Mitglieder des Rektorats der TU Wien 2008 am besten: Sie erhielten im Schnitt je 198.100 Euro. Auf Platz zwei folgten die fünf Kollegen der Uni Wien mit je 183.300 Euro, auf Platz drei das vierköpfige Rektorat der WU mit je 173.900 Euro. Am billigsten gaben es die vier Rektorats-Mitglieder der Uni Salzburg mit einem durchschnittlichen Verdienst von je 79.000 Euro. Durchschnittlich verdienten die Rektoratsmitglieder 2008 übrigens 134.700 Euro. Das ist ein starker Zuwachs gegenüber 2004, als sie sich noch mit je 94.300 Euro pro Jahr begnügen mussten.

Donau-Uni im Spitzenfeld

Eine Gehalts-Spitzenleistung hat die Donau-Uni Krems (DUK) 2007 erbracht: Als einzige Uni scheint sie in der Liste jener Einrichtungen auf, für deren Chefs im Schnitt mehr Gehalt aufgewendet wurde als für den Bundeskanzler. Die DUK-Rektoren kassierten 2007 im Schnitt 292.000 Euro (Bundeskanzler: 278.800) - darin enthalten sind allerdings die Kündigungsentschädigungen für zwei Rektoratsmitglieder. Im Vorjahr kamen die DUK-Rektoren dann nur mehr auf im Schnitt je 156.100 Euro - in der Uni-Rangliste trotzdem noch ein Platz im Spitzenfeld.

Der RH erstellt alle zwei Jahre einen Einkommensbericht für Einrichtungen im Bereich der öffentlichen Wirtschaft des Bundes, zu denen auch die Universitäten gezählt werden. Im Bericht wird u.a. die Zahl der Uni-Räte, Rektoren und weiterer Beschäftigte an den 21 österreichischen Universitäten und der Universität für Weiterbildung in Krems erhoben und die durchschnittlichen Jahreseinkommen einschließlich aller Sozial- und Sachleistungen für die Jahre 2007 und 2008 aufgelistet. (APA)

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