Reality Show made in Austria

14. Dezember 2009, 16:35
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Wie die Hypo gerettet und Kakanien um eine Hollywood-Finanz-Saga reicher wurde

Mit der Hypo Alpe Adria wird die zweite heimische Bank nach der Kommunalkredit verstaatlicht. Eine Rettung aus österreichischer Sicht oder wie Josef Pröll und Staatssekretär Andreas Schieder verkünden: "Das Ziel ist erreicht, wir haben eine Einigung. Der Fortbestand der Hypo Alpe Adria ist gesichert."

"Österreich ist der Verlierer, die BayernLB der Gewinner" schlussfolgert hingegen ein nachbarschaftlicher Kommentator. Sein Argument für die Folgerichtigkeit des so nicht absehbaren Verlaufs: "Österreich war immer auf der schwächeren Verhandlungsseite. Wien hatte stets betont, dass die Hypo Alpe für sie eine systemrelevante Bank ist und dass der Staat das vor der Pleite stehende Kreditinstitut am Ende retten würde. Wer solch eine Vorgabe macht, der darf sich am Ende nicht wundern, dass genau dieses Ergebnis herauskommt."

Vielleicht stellt sich am Ende ja ohnehin heraus, dass das alles gar nicht wahr ist - oder wie es Poster Prof. Qualtinger formuliert: "Kakanien ist um eine Hollywood-Finanz-Saga reicher. Wir danken allen mitwirkenden Schauspielern an dieser Reality Show ganz herzlich für die realitätsnahe Darstellung und bitten United Artists raschest möglich, die noch ausstehenden paar Milliarden Produktionskosten zu überweisen."

Für ausreichend herzzerreißenden Stoff für kommende Staffeln ist seiner Ansicht nach jedenfalls gesorgt: "Die Reinigungsfirma Dörfler-Orange hat mit den Aufräumarbeiten am Set schon begonnen. Die Aufräumarbeiten werden voraussichtlich im Jahre Schnee beendet sein, da weite Teile Kärntens geradezu verschoben werden müssen."

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    Kärnten erstrahlt im Weihnachtsglanz: Harald Dobernig (li), Josef Martinz (re) und Landeshäuptling Gerhard Dörfler.

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