Staatsanwaltschaft verlangt "lebenslang"

4. Dezember 2009, 15:30
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Anklagebehörde meldete Berufung gegen das Urteil von 20 Jahren Haft für den Täter an

Die Staatsanwaltschaft Wien verlangt lebenslange Haft für den Mord am ehemaligen Boxchampion Edip Sekowitsch. Wie Mediensprecherin Michaela Schnell am Freitagnachmittag erklärte, hat die Anklagebehörde Strafberufung gegen die 20-jährige Freiheitsstrafe angemeldet, die am vergangenen Mittwoch im Straflandesgericht über einen 27 Jahre alten Tschetschenen verhängt wurde, der Sekowitsch im Vorjahr erstochen hatte.

Der Mann hatte am Morgen des 26. August 2008 mit einem Klappmesser Sekowitsch vor dessen Lokal "Champ's Pub" am Wiedner Gürtel fünfmal in Gesicht, Hals und Brust gestochen, nachdem der 50-jährige Ex-Boxer ihn aus den Lokal gewiesen hatte. Sekowitsch, der unbewaffnet war, hatte keine Überlebenschance und verblutete am Gehsteig.

Der Täter hatte sich vor den Geschworenen mit Notwehr verantwortet. Die Laienrichter erkannten jedoch mit 7:1 Stimmen auf Mord. Verteidiger Lennart Binder legte dagegen bereits unmittelbar nach der Urteilsverkündung Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung ein. (APA)

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