Der Mann auf der Mine

30. November 2009, 17:33
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Polizeiruf 110 thematisierte spannend inszeniert einen Rachefeldzug gegen einen deutschen Soldaten

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Man muss sich das ja hin und wieder in all seiner lähmenden Dramatik vor Augen führen, für welch ein Programmangebot man dem ORF seine Gebühren überweist. Bei obiger Litanei handelt es sich um das ORF-1-Sonntagsprogramm. Und zwar von Mittag weg bis 22 Uhr.

Ein Wunder, dass es hierzulande nicht (noch) mehr Familiendramen gibt.
Ein solches bot die ARD am Sonntag als Alternative zu einem Krassnitzer-Tatort, den der ORF als Alternative zu seinem Wedelfernsehen anbot, was aber keine sein konnte.

Polizeiruf 110 thematisierte spannend inszeniert einen Rachefeldzug gegen einen deutschen Soldaten, dessen Entscheidung drei Bundeswehrsoldaten im Afghanistan-Krieg das Leben gekostet hat. Dafür stand der Verantwortliche einen halben Tag lang in Todesangst, im Freien, bei Regen und Kälte auf einer Mine. Parallel dazu versuchten Ermittler und einige Militär-Roboter den Fall zu klären und den auf der Mine Stehenden zu finden, Komplott inklusive.
Das war rasant, spannend, mitunter drastisch. Zugleich präsentierte man mit Jörg Hube als Hauptkommissar Friedl Papen einen Nachfolger von Edgar Selge in Bestform. Allein, daraus sollte nichts werden: Hube starb vergangenen Juni. (Karl Fluch, DER STANDARD; Printausgabe, 1.12.2009)

  • Kriminalhauptkommissar Friedl Papen (Jörg Hube) und Hauptmann Uli Steiger (Stefanie Stappenbeck) 
    foto: ard

    Kriminalhauptkommissar Friedl Papen (Jörg Hube) und Hauptmann Uli Steiger (Stefanie Stappenbeck) 

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