Deutscher Markt mit Downloads brummt

30. November 2009, 15:51
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Umsatz von 250 Mio. Euro in diesem Jahr - 18 Prozent Zunahme - Bitkom erwartet Wachstum von 20 Prozent 2010

Für Downloads auf ihre Computer geben die Deutschen in diesem Jahr rund 250 Mio. Euro aus. Das sind 18 Prozent mehr als im vergangenen Jahr, wie der Branchenverband Bitkom am Montag in Berlin mitteilte. "Ob Musik, Spiele, Videos, Hörbücher oder Software - noch nie waren die Angebote so beliebt", erklärte der Verband.

Die Anzahl bezahlter Downloads wird bis zum Jahresende etwa 60 Millionen erreichen. Das ist nach Angaben des Hightech-Verbands eine Steigerung um 24 Prozent im Vergleich zu 2008. Grundlage der Prognose ist eine neue Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK für den BITKOM.

"Der Höhenflug im Download-Markt wird andauern"

"Der Höhenflug im Download-Markt wird andauern", sagte Bitkom-Vizepräsident Achim Berg. "Dank vielfältiger Angebote und sinkender Preise rechnen wir für 2010 ebenfalls mit einem starken Wachstum von rund 20 Prozent."

Über alle Produktgruppen hinweg kostete ein einzelner PC-Download in den Monaten Jänner bis September 2009 im Schnitt 4,10 Euro. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 4,34 Euro. Als weiteren Grund für den Boom nannte die Bitkom, dass sich dank schneller Internet-Zugänge in immer mehr Haushalten auch große Dateien rasch auf den PC übertragen lassen.

Künftig würden jedoch mehr mobile Geräte für Downloads zum Einsatz kommen. "Der Trend zur mobilen Nutzung des Internets bietet neue Marktchancen für Anbieter von Multimedia-Inhalten und Handy-Software. Wir erwarten hier in den kommenden Jahren ein schnelles Wachstum", erklärte Berg. Handys und Smartphones mit UMTS-Standard übertragen in einigen Regionen schon Daten mit DSL-Geschwindigkeit.

Die Nachfrage nach PC-Downloads geht nach wie vor überwiegend auf Männer zurück. Sie stellen 64 Prozent der Kunden, Frauen 36 Prozent. Zugenommen hat der Anteil der Nutzer, die mehr als 30 Jahre alt sind. Sie machten von Jänner bis September dieses Jahres 61 Prozent der Käufer aus. Das sind vier Prozentpunkte mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. "Downloads sind längst kein Jugendphänomen mehr", erklärte Berg. (APA/AP)

 

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