Immer wieder Ivanschitz

30. November 2009, 15:10
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Mainz-Legionär erneuert sein Interesse an einem Engagement im ÖFB-Team und unterstreicht die Wichtigkeit von Routiniers: "Bin keiner, der aufgibt"

Mainz - Das 1:5-Debakel Österreichs gegen Europameister Spanien hat Andreas Ivanschitz nur gemütlich via Internet-Liveticker verfolgt, 2010 will der Burgenländer bei Länderspielen aber wieder auf dem Rasen stehen. "Ich bin keiner, der aufgibt. Und ich bin überzeugt, dass ich dem Nationalteam helfen kann. Alles andere liegt nicht in meiner Hand", meinte der langjährige ÖFB-Kapitän, der zuletzt am 11. Februar 2009 für Österreich gespielt hat.

Über den teilweise auch über die Medien ausgetragenen Disput mit Teamchef Dietmar Constantini denkt Ivanschitz "distanziert". "Das Thema ist abgehakt. Und ich möchte es auch nicht mehr aufrollen. Natürlich hätte ich gerne gegen Spanien gespielt. Aber ich werde versuchen, in den kommenden Wochen und im neuen Jahr konstant gute Leistungen zu bringen. Wenn man gute Leistungen bringt, sind das die besten Argumente. Und dann entwickelt sich vielleicht die Möglichkeit, wieder für Österreich zu spielen", erklärte der Mainz-Mittelfeldspieler.

Die Kapitänsfrage im ÖFB-Team ist für Ivanschitz "im Moment überhaupt kein Thema, ich möchte einfach nur zum Nationalteam zurückkehren". Ivanschitz würde in der Zusammenarbeit mit Constantini keinerlei Problem sehen. Und auch die vielen neuen, jungen Kicker im Nationalteam sieht er als positiv an, schließlich war ja auch er als Youngster zum Team gestoßen und von Hans Krankl im Oktober 2003 mit nur 19 Jahren zum jüngsten Captain der ÖFB-Geschichte gemacht worden.

"Die Mischung macht's"

"Grundsätzlich sehe ich das sehr, sehr positiv. Es gibt viele junge Spieler, die gute Leistungen bringen und sich die Chance verdient haben. Sie sind auf einem guten Weg", erklärte Ivanschitz, ergänzte jedoch auch: "Auch ich hatte damals Routiniers an meiner Seite. Ich denke, dass es wichtig ist, dass man auch erfahrene Spieler in der Mannschaft hat. Die Mischung macht's."

Ivanschitz will, dass rund um das Nationalteam und seine Person nun Ruhe einkehrt, nur noch sportliche Schlagzeilen soll es geben. "Es wäre gut, wenn jetzt drei, vier Monate Ruhe ist. Dieses ganze Theater war für mich persönlich auch nicht sehr angenehm."

Kein Öl ins Feuer gießen will Ivanschitz auch beim Thema Martin Stranzl. Der enge Vertraute von Ivanschitz hatte - nicht zuletzt auch aus Ärger über Teamchef Constantini - am 11. November seinen Rücktritt aus dem ÖFB-Team erklärt. "Ich hatte mit Martin in den letzten Wochen viel Kontakt. Ich kenne seinen Standpunkt, möchte aber in der Öffentlichkeit nicht dazu Stellung nehmen."

Die teilweise üblen Missfallenskundgebungen mancher österreichischer Fans gegen seine Person gehören für Ivanschitz genauso der Vergangenheit an wie die Meinungsverschiedenheit mit Constantini. "Das waren Spiele, in denen die Nationalmannschaft nicht gut gespielt hat und ein Sündenbock gesucht wurde. Ich habe mich als Kapitän vor die Mannschaft gestellt und es über mich ergehen lassen. Aber das ist Vergangenheit. Ich blicke nach vorne." (APA)

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    Die Länderspiel-Saison 09 ist vorbei. Andreas Ivanschitz glaubt jedoch zu wissen, mit welchen Argumenten er sich für Teamchef Constantini interessant machen kann.

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