Fibonacci-Folge als Modell für Wissenschafts­vermittlung

30. November 2009, 14:41
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EU-Kommission fördert Reihe von Projekten und setzt auf positiven Schneeballeffekt

Wien - Die EU-Kommission fördert 15 Projekte, die die Vermittlung von Wissenschaft verbessern sollen, mit insgesamt mehr als 30 Millionen Euro. Die Vorhaben, an denen auch zahlreiche österreichische Institutionen beteiligt sind, reichen von der Entwicklung innovativer Unterrichtsmethoden in der Schule über die Einbeziehung der Öffentlichkeit in Wissenschaft und Forschung bis zur Kooperation europäischer Ethik-Kommissionen.

"Fibonacci"

Am 4,8-Millionen-Euro-Projekt "Fibonacci" ist etwa die Universität Klagenfurt beteiligt. Diese hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Kompetenzzentrum für die Verbesserung des Unterrichts in Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik entwickelt. "Weg von der reinen Vermittlung des Faktenwissens, hin zu mehr selbstständigem Arbeiten der Schüler mit Recherchen, Experimenten, etc.," sei eines der Ziele, wie Gertraud Benke vom Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung der Uni Klagenfurt erklärte.

Bei "Fibonacci" sollen in den nächsten drei Jahren zwölf erfahrene "Referenz-Zentren", eines davon die Uni Klagenfurt, 24 andere Einrichtungen trainieren und bei der Einführung innovativer Unterrichtsmethoden an den Schulen unterstützen. Nach zwei Jahren sollen die derart zu neuen Referenz-Zentren aufgebauten Einrichtungen ihrerseits wieder andere Institutionen unterstützen - ähnlich der vom italienischen Mathematiker Fibonacci (1180-1241) beschriebenen, nach ihm benannten Zahlenfolge, bei der sich die jeweils folgende Zahl durch Addition der beiden vorherigen Zahlen ergibt: 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, usw.

Weitere Projekte

Auch das von der EU geförderte Projekt "KidsINNscience", an dem das Österreichische Ökologie-Institut beteiligt ist, widmet sich innovativen Ansätzen in der Vermittlung von Wissenschaft an Schulen. Die Frage, wie am besten nachhaltige Entwicklung an Schulen gelehrt wird, steht im Zentrum des Projekts "ESD-CLIPS" unter Beteiligung der Uni Graz.

Am Projekt "GenSET", bei dem es darum geht, das Gender-Bewusstsein in Forschungseinrichtungen zu heben, nimmt der Wissenschaftsladen Wien teil. Ein ähnliches Thema steht im Fokus des Projekts "Gendera", an dem die Joanneum Research Forschungsgesellschaft beteiligt ist. Beim Projekt "Practis" sollen die möglichen Auswirkungen neuer Technologien auf Datenschutz und Privatsphäre untersucht werden - aus Österreich ist das Interdisziplinäre Forschungszentrum Sozialwissenschaften (IFS-ICCR) mit dabei. (APA)

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