Bullen bangen um Janko und Schiemer

30. November 2009, 14:17
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Stevens: "Wenn Spieler nicht frisch ist, kann er auch nicht spielen" - Trainer hält Lazio für stärker als Rapid

Salzburg - Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg bangt vor dem vielleicht entscheidenden Europa-League-Heimspiel gegen Lazio Rom um zwei gegen die Italiener bereits erfolgreiche Torschützen. Die Teamkicker Marc Janko und Franz Schiemer, die beim 2:1 in Rom Mitte September jeweils getroffen hatten, versäumten den Liga-Schlager gegen Rapid und scheinen auch gegen den italienischen Cupsieger am Mittwochabend (19.00 Uhr) zumindest fraglich.

"Ich bin kein Mediziner, kann nicht in die Muskeln der Spieler gucken. Wenn ein Spieler nicht frisch ist im Training, kann er auch am Mittwoch nicht spielen", meinte Trainer Huub Stevens mit Blick auf seine Verletztenliste. Janko musste vor der Nullnummer gegen den Rekordmeister aufgrund einer laut seiner Aussage bereits seit Wochen vor sich hin köchelnden Leistenblessur passen, Schiemer fiel wegen einer Zerrung im Oberschenkel aus. Vor allem Torjäger Janko wäre gegen Lazio ein schwerwiegender Ausfall, wie auch gegen Rapid offensichtlich wurde.

Gesundung geplant

Zwar mühte sich sein Ersatzmann Alexander Zickler ab, die Torgefahr des in der Europa League zweifachen Torschützen strahlte der Deutsche aber nicht aus. "Die Probleme punkto meiner Verletzung sind nicht gravierend. Aber bei so einem Spitzenspiel muss man hundertprozentig fit sein. Deshalb haben wir beschlossen, dass ich heute nicht auflaufe. Bis zum Lazio-Spiel werde ich aber alles unternehmen, um fit zu werden und spielen zu können", meinte der ÖFB-Teamstürmer. Für Schiemer spielte der Niederländer Opdam im zentral defensiven Mittelfeld.

Stevens machte wie Rapid-Trainer Peter Pacult den Meisterschaftsmodus für die Verletzungssorgen zumindest mitverantwortlich. "Die Verletzungen von Janko und Schiemer sind logisch bei dieser Meisterschaft. Unglaublich, welche Belastungen unsere Jungs haben", meinte der seit Sonntag 56-jährige Niederländer. Bei einer so kurzen Sommerpause wie in Österreichs Liga sei zu wenig Regenerationszeit vorhanden.

"Mit dieser Leistung schwer"

Ein Resultat wie gegen die Rapidler würde den nach vier Europacup-Spielen beim Punktemaximum von zwölf Zählern haltenden Salzburgern jedenfalls genügen, um bereits vor dem abschließenden Spiel auswärts gegen Villarreal am 17. Dezember den Aufstieg ins Sechzehntelfinale zu realisieren und vorzeitig auch als Gruppensieger festzustehen. "Ich wäre mit dem gleichen Ergebnis am Mittwoch zufrieden", meinte Zickler. Trainer Stevens stellte aber nach dem Match gegen die Grün-Weißen klar: "Ich glaube, dass wir es mit dieser Leistung schwer haben gegen Lazio. Ich schätze Lazio doch höher ein als Rapid."

Wie Salzburg begnügten sich auch die Italiener am Sonntag im Heimspiel gegen Bologna mit einem 0:0. Die Römer sind nach der torlosen Punkteteilung in der Serie A aber bereits seit dem 30. August in zwölf Partien ohne Erfolg. Dies bedeutet aktuell nur den 15. Tabellenrang im Oberhaus des Weltmeisters. Und am kommenden Wochenende wartet mit dem römischen Derby gegen die AS Roma der nächste Gradmesser für die Mannschaft von Trainer Davide Ballardini. (APA)

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    Dose leer? Huub Stevens plagen vor dem Spiel gegen Lazio Sorgen, denn die Römer sind nach Angaben des Niederländers stärker als Österreichs Rekordmeister - und gegen die Rapid reichte es nur für ein mageres 0:0.

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