Online-Handel: "Black Friday" bringt Rekordumsätze

30. November 2009, 11:37
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Sonderangebote sollen Kauflust auch am "Cyber Monday" anheizen

Der enorme Ansturm der Konsumenten auf Shopping-Portale im Internet hat den US-Händlern am vergangenen Wochenende nicht nur Seitenabstürze, sondern auch neue Rekordumsätze beschert. Wie das Marktforschungsinstitut comScore wissen lässt, konnte der E-Commerce-Sektor alleine am sogenannten "Black Friday", der traditionell den Start des stationären Handels in das Weihnachtsgeschäft markiert, insgesamt 595 Mio. Dollar Umsatz erwirtschaften. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von elf Prozent. Auch für den heutigen "Cyber Monday" wird eine Weiterführung des Kaufrauschs im Web erwartet.

"Der Black Friday, der für den konventionellen Handel als wahre Goldgrube gilt, entwickelt sich zunehmend zu einem der wichtigen Fixpunkte der Online-Weihnachts-Shoppingwelt", stellt comScore-Vorsitzender Gian Fulgoni fest. Mit 595 Mio. Dollar an Einnahmen, die an diesem Tag generiert wurden, habe die E-Commerce-Branche das zweithöchste Umsatzergebnis des Jahres erzielt. Ausschlaggebend für diese starke Performance sei nicht zuletzt eine unglaubliche Fülle an speziellen Sonderangeboten, mit denen die Händler die Kauflust der Verbraucher auch über Web-2.0-Dienste wie Facebook oder Twitter angeheizt hätten, so Fulgoni.

Positive Vorzeichen für "Cyber Monday"

Als besonders wichtig für das letztendliche Abschneiden des Online-Handels im diesjährigen Weihnachtsgeschäft werde sich sicherlich auch der heutige "Cyber Monday" erweisen, der vor vier Jahren von der National Retail Federation (NRF) http://www.nrf.com ins Leben gerufen worden ist. "Der Start war zwar schon viel versprechend. Ob die diesjährige Weihnachtssaison am Ende positiv ausfallen wird, wird aber erst der Cyber Monday und die darauf folgenden Wochen zeigen", meint Fulgoni.

Die Vorzeichen dafür stehen jedenfalls gut. "Den ersten Anzeichen nach werden die Händler, was das eigene Marketingengagement und das Anbieten von speziellen Promotion-Deals betrifft, am Cyber Monday sogar noch aggressiver vorgehen als am Black Friday", wird Scott Solverman, Executive Director von Shop.org http://www.shop.org, der digitalen Abteilung der NRF von der New York Times zitiert. Rund 96,5 Mio. US-Bürger hätten vor, am heutigen Tag Weihnachtseinkäufe im Web zu erledigen. Das wären um 11,5 Mio. Menschen mehr als 2008.

Knallharte Konkurrenz

Dass der "Black Friday" nicht nur dem stationären Handel, sondern zunehmend auch dem E-Commerce-Sektor kräftig Geld in die Kassen spült, setzt etablierte Branchengrößen wie die US-Handelskette Wal-Mart gehörig unter Druck. Diese müssen sich mittlerweile mit einer wachsenden Zahl von Online-Konkurrenten auseinandersetzen, die sich an der knallharten Dumping-Preisschlacht um die Käufergunst beteiligt haben.(pte)

 

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