Blackrain "knackt" iPhone unter drei Minuten

30. November 2009, 11:32
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Über 20.000 entsperrte iPhone im Netz der Mobilkom - Katz-und-Maus-Spiel zwischen Apple und den Hackern

Im Juni 2007 brachte Apple sein iPhone auf den Markt. Seither hat das Handy nicht nur den Telekommunikationsmarkt umgekrempelt, sondern hat Kultstatus erreicht. Allein der drittgrößte heimische Mobilfunker Orange hat seit September 2008 über 90.000 iPhones verkauft. So Pressesprecher Tom Tesch am Montag zum Webstandard.

20.000 entsperrte iPhones im Netz der Mobilkom

Neben Orange bietet auch noch T-Mobile das Apple-Gerät an, außerdem sind zahlreiche entsperrte Endgeräte im Umlauf. So finden sich im Netz des Marktführers Mobilkom aktuell über 20.000 entsperrte iPhones. Bei "3" sind es 10.000. Die meisten dieser Handys werden hauptsächlich aus den USA oder Kanada "importiert". Dank niedrigem Dollarkurs, sind iPhones in den beiden Ländern „günstig" zu erstehen - und zahlreiche Touristen schlagen zu.

Volkssport

Das Hacken des Handys hat sich zum Volkssport entwickelt. Mit dem einfach zu benutzenden Programm Blackrain lassen Apple-Handys in Windeseile - unter drei Minuten - knacken. Der Fachbegriff dafür wurde "jailbreaken" getauft. Dadurch ist es nicht nur möglich die Mobilfunkbindung zu umgehen, sondern man kann auch Software aufspielen, die nicht von Apple autorisiert wurde. Etwa Programme die das Iphone in einen Wlan-Router verwandeln oder die die Nutzung von Voice-over-IP-Anwendungen, wie Skype, über UMTS-Netz erlauben. 

Katz-und-Maus-Spiel

Seitdem das iPhone im Handel ist, gibt es ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Apple und den Hackern. Mit jedem Software-Update von Apple, laufen unachtsame Benutzer gehackter iPhones Gefahr, ihr Gerät außer Gefecht zu setzen. Allerdings ist es der Hacker-Community bisher immer gelungen sämtliche Sicherheitsmaßnahmen von Apple zu umgehen. (sum)

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