Barca kämpfte Real nieder

30. November 2009, 17:11
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Ibrahimovic erzielte Siegestreffer im Camp Nou - engagierte Defensivarbeit Schlüssel zum Erfolg gegen starke Madrilenen

Barcelona - Der FC Barcelona hat im 238. "Clasico" seinen Erzrivalen Real Madrid mit 1:0 bezwungen und damit die Tabellenführung in der spanischen Primera Division übernommen. Vor über 97.000 Zuschauern im Camp Nou von Barcelona erzielte der eingewechselte Schwede Zlatan Ibrahimovic in der 56. Minute den einzigen Treffer des Schlagers. Mit 30 Punkten übernahm Barca die Spitzenposition von Reals Millionen-Ensemble (28), in dem Cristiano Ronaldo nach langer Verletzungspause sein Comeback gab.

Nach der Gelb-Roten Karte für Sergio Busquets (62.) nach einem unnötigen Handspiel musste der Champions-League-Sieger aber knapp eine halbe Stunde in Unterzahl spielen, ehe der Heimerfolg feststand. Im Finish musste auch bei den "Königlichen" mit Diarra (90.) ein Spieler vorzeitig vom Feld. Real frustrierte die Gastgeber lange, ehe der nach 51 Minuten für Thierry Henry eingetauschte Ibrahimovic mit einem Volley erfolgreich war. Er stand erst fünf Minuten auf dem Platz, als er nach einer Flanke von Dani Alves den Ball direkt ins Tor jagte. "Mein erster Clasico, und gleich gelingt mir ein Tor", sagte der Schwede, der im Tausch für Samuel Eto'o im Sommer von Inter Mailand gekommen war.

Nach dem Abpfiff bot sich im Camp Nou ein verblüffendes Bild: Auf beiden Seiten herrschte Zufriedenheit. Barcelona freute sich über die Punkte, auch weil man nach der Gelb-Roten Karte für Sergio Busquets eine halbe Stunde in Unterzahl spielen musste. "Wir sind nicht eingeknickt und haben Charakter bewiesen", lobte Trainer Pep Guardiola.

Die Madrilenen waren ihrerseits stolz darauf, dass ihr um teures Geld neuformiertes Team zum ersten Mal wirklich guten Fußball spielte. "Die Niederlage schmeckte nach Sieg", titelte das Madrider Sportblatt "Marca", und "El Pais" meinte: "Das Beste für Barcelona war das Resultat, für den Gegner die Leistung." Real spielte zahlreiche Torchancen heraus, die beste davon vergab Ronaldo, der an Victor Valdes scheiterte. "Wir waren in fast allen Belangen überlegen und hätten wenigstens ein Remis verdient gehabt", meinte Coach Manuel Pellegrini. Für Ronaldo, der in der ersten Hälfte eine gute Einschussmöglichkeit vergab, war die Partie in der 66. Minute zu Ende, er wurde von Benzema ersetzt.

Im höchst dramatischen Finish konnte Real die numerische Überlegenheit nicht in ein Tor umsetzen, auf der Gegenseite verhinderte Iker Casillas in den letzten Augenblicken mit einer Glanzparade einen Treffer  des angeschlagen ins Spiel gegangenen. Als besten Spieler auf dem Platz feierten die über 97.000 Fans den Abwehrrecken Carles Puyol. Der 31-jährige Kapitän warf sich dreimal einschussbereiten Real-Stürmern in letzter Sekunde entgegen und verhinderte mögliche Gegentore. Barcelona hat nun die letzten drei Duelle mit Real allesamt für sich entschieden.  (APA/Reuters/red)

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    Zlatan Ibrahimovic kam, sah und scorte. Der Barca-Stürmer erzielte den einzigen Treffer beim 1:0-Sieg über Real Madrid.

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