Beamte bereiten Chalet für Hausarrest vor

29. November 2009, 13:51
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Vor allem Videospezialisten haben das Haus bestückt - Für die Überwachungskosten muss Polanski selbst aufkommen

Gstaad - Schweizer Sicherheitsexperten haben am Wochenende das Chalet von Regisseur Roman Polanski für den Hausarrest vorbereitet. Vor allem Spezialisten für Videoüberwachung waren im Einsatz. Nach Behördenangaben kommt Polanski vermutlich am Montag aus dem Bezirksgefängnis frei.

Polanski muss elektronische Fessel tragen darf aber in der Zeit des Hausarrests seinen Tagesablauf völlig frei gestalten und Besuche empfangen, erklärte das Justizministerium. Die Zeit des Hausarrests ist solange geplant, bis eine Entscheidung über eine Auslieferung in die USA feststeht.

Polanski darf auf seinem Grundstückauch Regieanweisungen erteilen oder andere Arbeiten erledigen. Die Außenkontakte via Telefon oder E-Mail werden ebenfalls nicht eingeschränkt, die Gespräche nicht überwacht, wurde von derJustiz bestätigt.

Sollte Polanski sein Grundstück verlassen oder die Fußfessel entfernen, wird ein Alarm ausgelöst. Electronic Monitoring könne keine Flucht verhindern, ermögliche aber eine rasche Alarmierung, so ein Justizsprecher. Für die Überwachungskosten muss Polanski selbst aufkommen. Das sind einmalige Kosten von rund 2.000 Franken (1.325 Euro) plus 200 Franken pro Monat. Polizei wird vor dem Grundstück nicht präsent sein.

Ein Gericht hatte am Mittwoch entschieden, dass der Regisseur nach Hinterlegung einer Kaution von 4,5 Millionen Franken (drei Millionen Euro) seinen Hausarrest in dem Chalet verbringen kann. (APA/AP)

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    Videospezialisten haben das Haus bestückt

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