Nokia schließt Trennung von Handysparte nicht aus

29. November 2009, 12:40
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Vorstand Vanjoki: Handy-Produzent soll künftig Internet-Lösungen anbieten

Der finnische Konzern Nokia schließt nach einem Umsatz- und Gewinnrückgang langfristig die Trennung vom Telefongeschäft nicht aus. "Wir müssen die Chance nutzen, Nokia völlig neu aufzustellen. Aus dem Hersteller von Mobiltelefonen wird ein Anbieter von Internet-Lösungen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass Nokia gestärkt aus dieser Transformation hervorgeht", sagte Nokia-Vorstand Anssi Vanjoki dem Magazin "Wirtschaftswoche" laut Vorabmeldung vom Samstag.

Hinterher

Der Manager räumte ein, dass Nokia hinter den Entwicklungen von Apple, Google und dem Blackberry-Hersteller RIM hinterher hinkt. "Wir waren auf die Angriffe nicht optimal vorbereitet, weil wir den dazu erforderlichen Umbau sicherlich zu langsam angegangen sind." Es sei schon vor zwei Jahren klargewesen, dass der Umbau keinen Aufschub dulde. Erst die Wirtschaftskrise habe die Dringlichkeit vor Augen geführt.

Neuausrichtung

Heute arbeite jeder bei Nokia an der Neuausrichtung. Die könne auch dazu führen, dass sich Nokia von der Herstellung von Mobiltelefonen trennt, wurde Vanjoki zitiert. "Man soll nie nie sagen. Doch heute sind unsere Fabriken und unser weltweites Logistiknetz ein wichtiger Wettbewerbsvorteil, den wir nicht aus der Hand geben sollten. Noch bauen wir alle Handys selbst und sind unter anderem deshalb so erfolgreich, weil wir es schaffen, 500 Millionen Geräte pro Jahr in jeden Winkel der Welt zu transportieren."

(APA)

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    Könnte Nokia tatsächlich das Geschäft mit Mobiltelefonen abtreten?

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