Gewerkschaftsjugend fordert Praktika-Gesetz

29. November 2009, 09:51
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"Faire Entlohnung" und genügend Praktikumsplätze gewährleisten

Die Gewerkschaftsjugend fordert von der Regierung ein eigenes Gesetz, das Pflicht-Praktika für Schüler und Studenten. Das meldet das Ö1-Morgenjournal. Damit sollen eine "faire Entlohnung" sowie genügend Praktikumsplätze gewährleistet werden.

"In Zeiten wie diesen gleicht die Suche nach einem solchen Ausbildungs-Platz einem Spießrutenlauf", denn viele Betriebe könnten beziehungsweise wollten sich keine Praktikanten leisten, so Ö1. Das Pflicht-Prakikta-Gesetz, das die Gewerkschaftsjugend fordert, schreibt fest: Betriebe mit mehr als 25 Mitarbeitern müssen einen Ausbildungs-Platz zur Verfügung stellen. Mehr als 200.000 Schüler müssten jährlich ein Pflicht-Praktikum absolvieren.

Doch nicht nur Schüler, sondern auch Studenten haben es oft schwer einen Praktikums-Platz zu finden, der außerdem noch fair entlohnt wird, sagt der Bundesvorsitzende der Gewerkschafts-Jugend Jürgen Michlmayer zu Ö1. Die Zahnmedizinstudenten etwa müssten 72 Wochen unbezahlt ein Praktikum machen müssen ohne Regelung. Die Gewerkschaftsjugend fordere von den Sozialpartnern einen General-Kollektivvertrag für Pflicht-Praktika, der Arbeitszeit und Entlohnung regelt, inklusive Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Das gelte für Pflicht-Praktika, die länger als drei Monate dauern. (red, derStandard.at, 29.11.2009)

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