Kärntner BZÖ liebäugelt mit Kandidatur

29. November 2009, 14:21
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Steirisches BZÖ hingegen ruft zur Wahl-Verweigerung auf

Klagenfurt - Der Kärntner BZÖ-Obmann Uwe Scheuch liebäugelt damit, einen eigenen Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl im Frühjahr aufzustellen. Dies gelte aber nur für den Fall, dass keine andere Partei einen Konkurrenten zum amtierenden Staatsoberhaupt nominiere, sagt Scheuch. "Für mich ist es demokratiepolitisch mehr als bedenklich, wenn es keine Alternative zu Fischer gibt, eine reine Ja-Nein-Wahl ist für mich nicht denkbar."

Man werde abwarten, ob nicht doch noch eine andere Partei jemanden nominiere und gegebenenfalls selbst aktiv werden. "Ich habe zwei bis drei Persönlichkeiten ins Auge gefasst und mit ihnen auch schon Gespräche geführt", so Scheuch. Die notwendigen 6.000 Unterschriften glaubt er in "ein bis maximal zwei Wochen" beisammen haben zu können. Dafür sei das BZÖ in Kärnten sicherlich stark genug.

BZÖ Steiermark will verweigern

Anders sieht die Causa Bundespräsidentschaftswahl der steirische BZÖ-Chef Gerald Grosz. Er hat am Sonntag zur Verweigerung der Präsidentschaftswahl aufgerufen. Grosz fordert eine Abschaffung des Bundespräsidentenamtes und erklärte am Sonntag in einer Aussendung: "So wie es heute aussieht, wird das steirische BZÖ - auf Grundlage seines neuen reformdemokratischen Programmes - zur Verweigerung der Wahl aufrufen. Eine geringe Wahlbeteiligung ist dann Zeichen und Signal genug."

Petzner kalmiert

Nicht tragisch nimmt die Bundespartei die Diskussionen innerhalb der Landesorganisationen des BZÖ über die Bundespräsidentenwahl. "Es wird nicht so heiß gegessen wie gekocht", sagte Generalsekretär Stefan Petzner am Sonntag gegenüber der APA. Wie in der ÖVP gebe es auch im BZÖ Diskussionen. Im neuen Jahr werde man dann eine Entscheidung treffen und das BZÖ werde dann zu einer "klugen gemeinsamen Lösung finden", zeigte sich Petzner überzeugt. (APA)

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